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Politik der Gefühle: Susanne K. Langer und Hannah Arendt

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Gefühle motivieren zum Handeln, tragen zu (vernünftig/ethisch/ästhetischer) Urteilsfindung bei und konstituieren Sinn. Die Behauptung, Gefühle seien irrational, alogisch und amoralisch, ist – so Neumayrs These – bloß die hegemoniale Strategie einer androzentrischen Politik der Gefühle, die historisch bei Platon beginnt. Platon nämlich scheidet die rein-ideelle Erosliebe von den eigenleiblichen Gefühlen und bindet erstere an die (männliche) Vernunft, Herrschaft und Moral. Ohne dieses geschichtlich erste „gegenderte“ Gefühlsdispositiv und ohne die ihm entsprechende Politik der Gefühle wäre der ebenso beeindruckende wie problematische Siegeszug der androzentrischen abendländischen Vernunftkultur nicht möglich gewesen. Diese Politik der Gefühle zu dekonstruieren verlangt Zweifaches: Mit Susanne K. Langer gesprochen, die Rehabilitation der „Dimension des Fühlens“ in Erkenntnistheorie, Ethik und Ästhetik. Mit Hannah Arendt gesprochen, eine neue politische Anthropologie und Philosophie, deren Grundlage nicht die Philosophie der „Mortalität“, der Sterblichkeit, sondern eine Philosophie der „Natalität“, der Gebürtlichkeit des Menschen, ist. Es sind vor allem die Künste, die zum Werkzeug und Instrument eines neuen, kritischen Denkens und Fühlens werden können.

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Politik der Gefühle: Susanne K. Langer und Hannah Arendt, Agnes Neumayr

Język
Rok wydania
2009
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Tytuł
Politik der Gefühle: Susanne K. Langer und Hannah Arendt
Język
niemiecki
Rok wydania
2009
Liczba stron
403
ISBN10
3902571845
ISBN13
9783902571847
Seria
Tagi
Opis
Gefühle motivieren zum Handeln, tragen zu (vernünftig/ethisch/ästhetischer) Urteilsfindung bei und konstituieren Sinn. Die Behauptung, Gefühle seien irrational, alogisch und amoralisch, ist – so Neumayrs These – bloß die hegemoniale Strategie einer androzentrischen Politik der Gefühle, die historisch bei Platon beginnt. Platon nämlich scheidet die rein-ideelle Erosliebe von den eigenleiblichen Gefühlen und bindet erstere an die (männliche) Vernunft, Herrschaft und Moral. Ohne dieses geschichtlich erste „gegenderte“ Gefühlsdispositiv und ohne die ihm entsprechende Politik der Gefühle wäre der ebenso beeindruckende wie problematische Siegeszug der androzentrischen abendländischen Vernunftkultur nicht möglich gewesen. Diese Politik der Gefühle zu dekonstruieren verlangt Zweifaches: Mit Susanne K. Langer gesprochen, die Rehabilitation der „Dimension des Fühlens“ in Erkenntnistheorie, Ethik und Ästhetik. Mit Hannah Arendt gesprochen, eine neue politische Anthropologie und Philosophie, deren Grundlage nicht die Philosophie der „Mortalität“, der Sterblichkeit, sondern eine Philosophie der „Natalität“, der Gebürtlichkeit des Menschen, ist. Es sind vor allem die Künste, die zum Werkzeug und Instrument eines neuen, kritischen Denkens und Fühlens werden können.