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Bergbild und geistige Landesverteidigung

Die visuelle Inszenierung der Alpen im massenmedialen Ensemble der modernen Schweiz

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  • 464 strony
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Die Jahre von 1900 bis 1938 waren von Industrialisierung, Urbanisierung und einem neuen massenmedialen Ensemble geprägt, das den Aufstieg eines naturalisierten Nationalismus begleitete. In dieser Zeit entwickelte sich ein spezifisch schweizerisches Seinsverständnis, das mit der Geistigen Landesverteidigung als schützenswert erklärt wurde. Das Buch beleuchtet den nationalen Bildhaushalt der modernen Schweiz und beschreibt den ersten pictorial turn des 20. Jahrhunderts, der durch Medientechniken wie Autotypie, Kinematografie und Rotationsdruckverfahren ermöglicht wurde und in eine Bildkonjunktur überging. Diese Entwicklung beeinflusste maßgeblich den Umgang mit Bildern. Besonders relevant waren die Veränderungen in den Sehgewohnheiten, die durch Urbanisierung und die visuelle Unfassbarkeit der 'leeren Schlachtfelder' im Ersten Weltkrieg hervorgerufen wurden. Am Beispiel des Bergbildes zeigt sich, wie Bild- und Textdiskurse in ein neues Verhältnis gebracht wurden. Althergebrachte Fotografien des bürgerlichen Alpinismus wurden an einen fortschrittseuphorischen Patriotismus gekoppelt, wodurch das Selbstbild der Schweiz als Gotthardstaat mitgeformt wurde. Die Ordnung visueller Diskurse und ihre spezifischen Textbezüge werden anhand zahlreicher bisher nicht untersuchter filmischer und fotografischer Quellen sowie Presseerzeugnisse systematisch dargestellt.

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Bergbild und geistige Landesverteidigung, Dominik Schnetzer

Język
Rok wydania
2009
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Bergbild und geistige Landesverteidigung
Podtytuł
Die visuelle Inszenierung der Alpen im massenmedialen Ensemble der modernen Schweiz
Język
niemiecki
Rok wydania
2009
Oprawa
twarda
Liczba stron
464
ISBN10
3034009755
ISBN13
9783034009751
Seria
Opis
Die Jahre von 1900 bis 1938 waren von Industrialisierung, Urbanisierung und einem neuen massenmedialen Ensemble geprägt, das den Aufstieg eines naturalisierten Nationalismus begleitete. In dieser Zeit entwickelte sich ein spezifisch schweizerisches Seinsverständnis, das mit der Geistigen Landesverteidigung als schützenswert erklärt wurde. Das Buch beleuchtet den nationalen Bildhaushalt der modernen Schweiz und beschreibt den ersten pictorial turn des 20. Jahrhunderts, der durch Medientechniken wie Autotypie, Kinematografie und Rotationsdruckverfahren ermöglicht wurde und in eine Bildkonjunktur überging. Diese Entwicklung beeinflusste maßgeblich den Umgang mit Bildern. Besonders relevant waren die Veränderungen in den Sehgewohnheiten, die durch Urbanisierung und die visuelle Unfassbarkeit der 'leeren Schlachtfelder' im Ersten Weltkrieg hervorgerufen wurden. Am Beispiel des Bergbildes zeigt sich, wie Bild- und Textdiskurse in ein neues Verhältnis gebracht wurden. Althergebrachte Fotografien des bürgerlichen Alpinismus wurden an einen fortschrittseuphorischen Patriotismus gekoppelt, wodurch das Selbstbild der Schweiz als Gotthardstaat mitgeformt wurde. Die Ordnung visueller Diskurse und ihre spezifischen Textbezüge werden anhand zahlreicher bisher nicht untersuchter filmischer und fotografischer Quellen sowie Presseerzeugnisse systematisch dargestellt.