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"Freunde" im Feindesland

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Als der 2. Weltkrieg endete, war der Sowjetunion Mittel- und Ostdeutschland als Beute zugefallen. Von Memel bis Eisenach, vom Erzgebirge bis Saßnitz erstreckte sich seit 1945 ihr Herrschafts- und Plünderungsraum. Tag und Nacht rollten in den ersten Jahren Güterzüge, fuhren die Schiffe von den mecklenburgischen Häfen die Beute ab: Demontage-Kisten, Kulturgüter und Menschen, die man aufgriff. Die Trophäen erstreckten sich auch auf viele Frauen des Besatzungsgebietes. Mecklenburg, Stätte verlustreicher Schlusskämpfe, war besonders hart betroffen. Berit Olschewski berichtet aus bisher unbekannten oder verborgen gehaltenen Quellen von den ersten Jahren der längsten Besatzungszeit, von dem teils grauenhaften Zusammenspiel auf Leben und Tod zwischen den Siegern und den Besiegten – und wie der von deutschen Kommunisten unterstützte Versuch misslang, eine alte Kulturlandschaft der „Sowjetisierung“ zu unterwerfen. Doch der Weg aus dem Chaos war mit Mord und Totschlag, mit Angst und Hass erfüllt. Wer fliehen konnte oder musste, der entwich in den „Westen“. Dies alles vollzog sich vor dem Hintergrund eines aufgezwungenen Bevölkerungsaustausches von Ost nach West – und dennoch trat Mecklenburg in seiner unverwechselbaren Eigenart am Ende der Besatzungszeit geschunden und doch aufrecht wieder in den Kreis der deutschen Bundesländer.

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"Freunde" im Feindesland, Berit Olschewski

Język
Rok wydania
2009
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
"Freunde" im Feindesland
Język
niemiecki
Rok wydania
2009
Oprawa
miękka
Liczba stron
535
ISBN10
3830516908
ISBN13
9783830516903
Seria
Tagi
Opis
Als der 2. Weltkrieg endete, war der Sowjetunion Mittel- und Ostdeutschland als Beute zugefallen. Von Memel bis Eisenach, vom Erzgebirge bis Saßnitz erstreckte sich seit 1945 ihr Herrschafts- und Plünderungsraum. Tag und Nacht rollten in den ersten Jahren Güterzüge, fuhren die Schiffe von den mecklenburgischen Häfen die Beute ab: Demontage-Kisten, Kulturgüter und Menschen, die man aufgriff. Die Trophäen erstreckten sich auch auf viele Frauen des Besatzungsgebietes. Mecklenburg, Stätte verlustreicher Schlusskämpfe, war besonders hart betroffen. Berit Olschewski berichtet aus bisher unbekannten oder verborgen gehaltenen Quellen von den ersten Jahren der längsten Besatzungszeit, von dem teils grauenhaften Zusammenspiel auf Leben und Tod zwischen den Siegern und den Besiegten – und wie der von deutschen Kommunisten unterstützte Versuch misslang, eine alte Kulturlandschaft der „Sowjetisierung“ zu unterwerfen. Doch der Weg aus dem Chaos war mit Mord und Totschlag, mit Angst und Hass erfüllt. Wer fliehen konnte oder musste, der entwich in den „Westen“. Dies alles vollzog sich vor dem Hintergrund eines aufgezwungenen Bevölkerungsaustausches von Ost nach West – und dennoch trat Mecklenburg in seiner unverwechselbaren Eigenart am Ende der Besatzungszeit geschunden und doch aufrecht wieder in den Kreis der deutschen Bundesländer.