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Panorama und Denkmal

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  • 504 strony
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Die vierzehn Studien des Bandes beleuchten Denk- und Darstellungsformen zwischen 1830 und 1900 und zeigen, wie sich die ästhetische und ideologische Wahrnehmung des Bildungsbürgertums verändert. Es wird deutlich, wie das ‚Bildgedächtnis‘, im Kontext antimoderner Strömungen und Traditionen, über alte Mythologien bis ins 20. Jahrhundert hinein wirkt. Das 19. Jahrhundert entwickelte ein identitätsstiftendes Zeichensystem, das Epochen, Landschaftsräume, Texte und Bilder als Monumente historischer Erinnerung fixiert. Hier verbinden sich die fortschreitende Säkularisierung literarischer und ikonographischer Traditionen mit einer auffälligen Sakralisierung von Kunst, Literatur und Geschichte. Die Historisierung und Musealisierung des bildungsbürgerlichen Bewusstseins spiegelt sich in der Entfaltung historischer und philologischer Disziplinen wider, die mit Fortschritten in optischen Medien und Reproduktionstechniken ihre Helden und Denkmäler in ‚Bildersälen‘ präsentieren. Eine besondere Spielart des Historismus ist die archaisierende Nachahmung von Texten und Bildern. Die Beschleunigung von Raum- und Zeiterfahrung führt zu einer Dialektik von Bewegung und Stillstand, technischer Revolution und ästhetischem Konservatismus. Diese Entwicklungen münden in eine schockierende Tabuverletzung am Ende des 19. Jahrhunderts mit der Entdeckung der Röntgenstrahlen und markieren den politischen Missbrauch eines deutschen Mythos mit dem Aufstieg de

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Panorama und Denkmal, Günter Hess

Język
Rok wydania
2011
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Panorama und Denkmal
Język
niemiecki
Rok wydania
2011
Oprawa
miękka
Liczba stron
504
ISBN10
3826045114
ISBN13
9783826045110
Seria
Opis
Die vierzehn Studien des Bandes beleuchten Denk- und Darstellungsformen zwischen 1830 und 1900 und zeigen, wie sich die ästhetische und ideologische Wahrnehmung des Bildungsbürgertums verändert. Es wird deutlich, wie das ‚Bildgedächtnis‘, im Kontext antimoderner Strömungen und Traditionen, über alte Mythologien bis ins 20. Jahrhundert hinein wirkt. Das 19. Jahrhundert entwickelte ein identitätsstiftendes Zeichensystem, das Epochen, Landschaftsräume, Texte und Bilder als Monumente historischer Erinnerung fixiert. Hier verbinden sich die fortschreitende Säkularisierung literarischer und ikonographischer Traditionen mit einer auffälligen Sakralisierung von Kunst, Literatur und Geschichte. Die Historisierung und Musealisierung des bildungsbürgerlichen Bewusstseins spiegelt sich in der Entfaltung historischer und philologischer Disziplinen wider, die mit Fortschritten in optischen Medien und Reproduktionstechniken ihre Helden und Denkmäler in ‚Bildersälen‘ präsentieren. Eine besondere Spielart des Historismus ist die archaisierende Nachahmung von Texten und Bildern. Die Beschleunigung von Raum- und Zeiterfahrung führt zu einer Dialektik von Bewegung und Stillstand, technischer Revolution und ästhetischem Konservatismus. Diese Entwicklungen münden in eine schockierende Tabuverletzung am Ende des 19. Jahrhunderts mit der Entdeckung der Röntgenstrahlen und markieren den politischen Missbrauch eines deutschen Mythos mit dem Aufstieg de