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Maurice Ravel

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Das facettenreiche Œuvre Maurice Ravels, in dessen Mittelpunkt unbestritten das Klavierwerk steht, ist mit rezeptionsgeschichtlichen Vorurteilen behaftet, die den kritischen Blick geradezu herausfordern, und zwar nicht nur auf das Werk, sondern auch auf unseren Umgang mit demselben. Maurice Ravel einen französischen Komponist des 20. Jahrhunderts zu nennen, ist eine Banalität und eine Kalamität zugleich. Denn der Umstand, dass Ravel 1875 in Ciboure geboren wurde und 1937 in Paris starb, erklärt noch lange nicht, was eigentlich seine Musik im Unterschied beispielsweise zur Musik seiner deutschen Zeitgenossen zur französischen werden lässt. Ravel als Komponisten des 20. Jahrhunderts zu bezeichnen, dürfte angesichts der Tatsache, dass die weitaus überwiegende Zahl seiner Werke nach 1900 entstanden ist, auch keinen Widerspruch hervorrufen – ein Widerspruch jedoch, der sich im Vergleich mit einem Komponisten wie Alban Berg, der von 1885 bis 1935 lebte, durchaus regen könnte. Denn Berg wird häufig als Vertreter der Moderne und ihrer Avantgarde angesehen, wohingegen Ravel als Vertreter des Impressionismus oder gar des Klassizismus gilt.

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Maurice Ravel, Ulrich Tadday

Język
Rok wydania
2011
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Maurice Ravel
Język
niemiecki
Rok wydania
2011
Oprawa
miękka
Liczba stron
129
ISBN10
3869161566
ISBN13
9783869161563
Seria
Opis
Das facettenreiche Œuvre Maurice Ravels, in dessen Mittelpunkt unbestritten das Klavierwerk steht, ist mit rezeptionsgeschichtlichen Vorurteilen behaftet, die den kritischen Blick geradezu herausfordern, und zwar nicht nur auf das Werk, sondern auch auf unseren Umgang mit demselben. Maurice Ravel einen französischen Komponist des 20. Jahrhunderts zu nennen, ist eine Banalität und eine Kalamität zugleich. Denn der Umstand, dass Ravel 1875 in Ciboure geboren wurde und 1937 in Paris starb, erklärt noch lange nicht, was eigentlich seine Musik im Unterschied beispielsweise zur Musik seiner deutschen Zeitgenossen zur französischen werden lässt. Ravel als Komponisten des 20. Jahrhunderts zu bezeichnen, dürfte angesichts der Tatsache, dass die weitaus überwiegende Zahl seiner Werke nach 1900 entstanden ist, auch keinen Widerspruch hervorrufen – ein Widerspruch jedoch, der sich im Vergleich mit einem Komponisten wie Alban Berg, der von 1885 bis 1935 lebte, durchaus regen könnte. Denn Berg wird häufig als Vertreter der Moderne und ihrer Avantgarde angesehen, wohingegen Ravel als Vertreter des Impressionismus oder gar des Klassizismus gilt.