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Zootechnologien

Eine Mediengeschichte der Schwarmforschung

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  • 442 strony
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Schwarmphänomene stehen im Fokus kultur- und sozialhistorischer Debatten, angezogen von den Vorteilen verteilter Organisationsweisen und kollektiver Intelligenz. Diese Entwicklungen sind nicht nur biologischen und sozialen Ordnungsideen zuzuordnen, sondern auch einem technologischen Dritten. Seit 1900 werden in der Biologie verschiedene Medientechniken eingesetzt, um Schwärme zu erforschen, von Ozeanbeobachtungen über Aquarienexperimente bis hin zu mathematischen Modellen und Computersimulationen. Ab dem späten 20. Jahrhundert inspirieren Schwärme zudem computertechnische Verfahren, die komplexe Regelungsfragen und intransparente Probleme adressieren, etwa in der Logistik, Finanzmarktsimulation, Epidemiologie und Robotik. Schwärme sind als Zootechnologien zu verstehen, die das unbeseelte tierische Leben im Schwarm mit der experimentellen Epistemologie der Computersimulation verbinden. Diese medientechnische Dimension ermöglicht den aktuellen „schwärmerischen“ Ton und prägt die Resonanzen zwischen Netzwerk-Euphorien, neuen Steuerungsideen und einer Ästhetik des Kollektiven. Der Band trägt zur Entzifferung einer wichtigen Gestalt des sozialen und politischen Imaginären bei und rekonstruiert eine Wissensfigur, die als jüngste Transformation moderner Systemgedanken interpretiert werden kann.

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Zootechnologien, Sebastian Vehlken

Język
Rok wydania
2012
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Zootechnologien
Podtytuł
Eine Mediengeschichte der Schwarmforschung
Język
niemiecki
Wydawca
Diaphanes
Rok wydania
2012
Oprawa
miękka
Liczba stron
442
ISBN10
3037341769
ISBN13
9783037341766
Seria
Opis
Schwarmphänomene stehen im Fokus kultur- und sozialhistorischer Debatten, angezogen von den Vorteilen verteilter Organisationsweisen und kollektiver Intelligenz. Diese Entwicklungen sind nicht nur biologischen und sozialen Ordnungsideen zuzuordnen, sondern auch einem technologischen Dritten. Seit 1900 werden in der Biologie verschiedene Medientechniken eingesetzt, um Schwärme zu erforschen, von Ozeanbeobachtungen über Aquarienexperimente bis hin zu mathematischen Modellen und Computersimulationen. Ab dem späten 20. Jahrhundert inspirieren Schwärme zudem computertechnische Verfahren, die komplexe Regelungsfragen und intransparente Probleme adressieren, etwa in der Logistik, Finanzmarktsimulation, Epidemiologie und Robotik. Schwärme sind als Zootechnologien zu verstehen, die das unbeseelte tierische Leben im Schwarm mit der experimentellen Epistemologie der Computersimulation verbinden. Diese medientechnische Dimension ermöglicht den aktuellen „schwärmerischen“ Ton und prägt die Resonanzen zwischen Netzwerk-Euphorien, neuen Steuerungsideen und einer Ästhetik des Kollektiven. Der Band trägt zur Entzifferung einer wichtigen Gestalt des sozialen und politischen Imaginären bei und rekonstruiert eine Wissensfigur, die als jüngste Transformation moderner Systemgedanken interpretiert werden kann.