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Zeitbilder

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Die vorliegende Studie nimmt Theodor Fontanes Aussage ernst, dass der moderne Roman ein Abbild seiner Zeit sein soll. Sie erweitert die klassischen Methoden der Literaturwissenschaft um eine sozial- und kulturgeschichtliche Perspektive. Im Kontext der gesellschaftlichen Diskurse des späten neunzehnten Jahrhunderts wird kritisch reflektiert, welche Strategien dem Individuum zur Deutung seiner Erfahrungen zur Verfügung stehen und wie diese auf Fontanes Texte angewendet werden können. Die Romane des Realisten werden als Modelle der Wirklichkeit betrachtet, die die Folgen dieser Strategien aus einer individuellen Perspektive sichtbar machen. Durch die Einbettung in einen breiten historischen Kontext wird die Leistung des realistischen Schreibens herausgestellt, das zur Erkenntnis der geschichtlichen Realität beiträgt. Fontanes Dichtung wird zu einem Instrument der Gegenwartserkenntnis, indem sie den vorgefundenen Wirklichkeitsdeutungen eine innere Logik des Erzählens entgegensetzt. Diese Logik stellt das Erzählte in einen Sinnzusammenhang, der es zu einem anschaulichen Argument der zeitkritischen Analyse erhebt. In Fontanes Schreiben zeigt sich ein ethischer Aspekt des Erzählens, der erklärt, warum seine „Zeitbilder“ die Zeit überdauert haben.

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Zeitbilder, Anja Haberer

Język
Rok wydania
2012
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Zeitbilder
Język
niemiecki
Rok wydania
2012
Oprawa
miękka
Liczba stron
364
ISBN10
3826048393
ISBN13
9783826048395
Seria
Opis
Die vorliegende Studie nimmt Theodor Fontanes Aussage ernst, dass der moderne Roman ein Abbild seiner Zeit sein soll. Sie erweitert die klassischen Methoden der Literaturwissenschaft um eine sozial- und kulturgeschichtliche Perspektive. Im Kontext der gesellschaftlichen Diskurse des späten neunzehnten Jahrhunderts wird kritisch reflektiert, welche Strategien dem Individuum zur Deutung seiner Erfahrungen zur Verfügung stehen und wie diese auf Fontanes Texte angewendet werden können. Die Romane des Realisten werden als Modelle der Wirklichkeit betrachtet, die die Folgen dieser Strategien aus einer individuellen Perspektive sichtbar machen. Durch die Einbettung in einen breiten historischen Kontext wird die Leistung des realistischen Schreibens herausgestellt, das zur Erkenntnis der geschichtlichen Realität beiträgt. Fontanes Dichtung wird zu einem Instrument der Gegenwartserkenntnis, indem sie den vorgefundenen Wirklichkeitsdeutungen eine innere Logik des Erzählens entgegensetzt. Diese Logik stellt das Erzählte in einen Sinnzusammenhang, der es zu einem anschaulichen Argument der zeitkritischen Analyse erhebt. In Fontanes Schreiben zeigt sich ein ethischer Aspekt des Erzählens, der erklärt, warum seine „Zeitbilder“ die Zeit überdauert haben.