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Der Kulturinfarkt

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Immer mehr Geld für die Kultur wird als schädlich erachtet. Vier führende Kulturexperten decken den Mythos des Kulturstaates auf und kritisieren die negativen Auswirkungen der Subventionskultur. Das Hauptziel öffentlicher Kultureinrichtungen ist nicht Kunst oder Innovation, sondern der Selbsterhalt. Das erfolgreiche kulturpolitische Programm einer „Kultur für alle“ war der Höhepunkt einer bürgerlichen Bildungsutopie, die in der deutschen Klassik verwurzelt ist. Es strebte die „ästhetische Erziehung des Menschengeschlechts“ an, doch Kunst und Kultur können weder individuelles noch kollektives Glück versprechen. Sie bieten keine Vervollkommnung des Einzelnen und lösen nicht die Herausforderungen der Globalisierung und Moderne. Zudem fördern sie weder den nationalen Zusammenhalt noch die Integration. Stattdessen spaltet öffentlich geförderte Kultur die Gesellschaft und trägt nicht zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Der Fetisch des Kulturstaates, der all diese Ideale vereint, stößt an seine Grenzen. Ein Diskurs über die Ziele öffentlicher Kulturausgaben wird durch eine starke Kulturlobby erschwert, die fordert, dass gegen Kultur niemand sein darf und alles, was existiert, bleiben muss. Die Autoren fordern einen Verzicht auf die Förderung von Lobby und Institutionen, um die Kunst selbst zu unterstützen.

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Der Kulturinfarkt, Dieter Haselbach

Język
Rok wydania
2012
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Der Kulturinfarkt
Język
niemiecki
Wydawca
Knaus
Rok wydania
2012
Oprawa
twarda
Liczba stron
288
ISBN10
3813504859
ISBN13
9783813504859
Seria
Tagi
Ocena
2,4 z 5
Opis
Immer mehr Geld für die Kultur wird als schädlich erachtet. Vier führende Kulturexperten decken den Mythos des Kulturstaates auf und kritisieren die negativen Auswirkungen der Subventionskultur. Das Hauptziel öffentlicher Kultureinrichtungen ist nicht Kunst oder Innovation, sondern der Selbsterhalt. Das erfolgreiche kulturpolitische Programm einer „Kultur für alle“ war der Höhepunkt einer bürgerlichen Bildungsutopie, die in der deutschen Klassik verwurzelt ist. Es strebte die „ästhetische Erziehung des Menschengeschlechts“ an, doch Kunst und Kultur können weder individuelles noch kollektives Glück versprechen. Sie bieten keine Vervollkommnung des Einzelnen und lösen nicht die Herausforderungen der Globalisierung und Moderne. Zudem fördern sie weder den nationalen Zusammenhalt noch die Integration. Stattdessen spaltet öffentlich geförderte Kultur die Gesellschaft und trägt nicht zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Der Fetisch des Kulturstaates, der all diese Ideale vereint, stößt an seine Grenzen. Ein Diskurs über die Ziele öffentlicher Kulturausgaben wird durch eine starke Kulturlobby erschwert, die fordert, dass gegen Kultur niemand sein darf und alles, was existiert, bleiben muss. Die Autoren fordern einen Verzicht auf die Förderung von Lobby und Institutionen, um die Kunst selbst zu unterstützen.