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Selbstreflexionen und Weltdeutungen

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Im 20. Jahrhundert erlebte das Tagebuchschreiben eine grundlegende Transformation, die durch allgemeine Alphabetisierung, wirtschaftliche Veränderungen und neue wissenschaftliche Perspektiven geprägt war. Der Erste Weltkrieg führte dazu, dass immer mehr Menschen begannen, Tagebücher zu führen, was zu einer Vielzahl neuer Formen neben dem bürgerlichen Tagebuch des 19. Jahrhunderts führte. Diese Pluralisierung setzte sich im Laufe des Jahrhunderts fort und spiegelte gesellschaftliche und politische Entwicklungen wider. Die Beiträge des Sammelbands beleuchten die Evolution des Tagebuchs im 20. Jahrhundert, beginnend mit neuen Schreibpraktiken um die Jahrhundertwende bis hin zur politischen Funktionalisierung im Nationalsozialismus und der DDR. Auch die Pädagogisierung und Historisierung durch die Entstehung von Tagebucharchiven in den späten 20. Jahrhunderts werden thematisiert. Dabei wird die Bedeutung des Tagebuchs als historische Quelle und seine Interpretationsmöglichkeiten untersucht. Die Themen reichen von der Erfindung des modernen Elterntagebuchs über das Sammeln von Tagebüchern im Ersten Weltkrieg bis hin zu den Tagebüchern jugendlicher Soldaten im Zweiten Weltkrieg und der Rezeption von Anne Franks Tagebuch in Ostdeutschland. Die Beiträge bieten einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Aspekte des Tagebuchschreibens und dessen gesellschaftliche Relevanz.

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Selbstreflexionen und Weltdeutungen, Janosch Steuwer

Język
Rok wydania
2015
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Selbstreflexionen und Weltdeutungen
Język
niemiecki
Rok wydania
2015
Oprawa
twarda
ISBN10
3835317156
ISBN13
9783835317154
Seria
Opis
Im 20. Jahrhundert erlebte das Tagebuchschreiben eine grundlegende Transformation, die durch allgemeine Alphabetisierung, wirtschaftliche Veränderungen und neue wissenschaftliche Perspektiven geprägt war. Der Erste Weltkrieg führte dazu, dass immer mehr Menschen begannen, Tagebücher zu führen, was zu einer Vielzahl neuer Formen neben dem bürgerlichen Tagebuch des 19. Jahrhunderts führte. Diese Pluralisierung setzte sich im Laufe des Jahrhunderts fort und spiegelte gesellschaftliche und politische Entwicklungen wider. Die Beiträge des Sammelbands beleuchten die Evolution des Tagebuchs im 20. Jahrhundert, beginnend mit neuen Schreibpraktiken um die Jahrhundertwende bis hin zur politischen Funktionalisierung im Nationalsozialismus und der DDR. Auch die Pädagogisierung und Historisierung durch die Entstehung von Tagebucharchiven in den späten 20. Jahrhunderts werden thematisiert. Dabei wird die Bedeutung des Tagebuchs als historische Quelle und seine Interpretationsmöglichkeiten untersucht. Die Themen reichen von der Erfindung des modernen Elterntagebuchs über das Sammeln von Tagebüchern im Ersten Weltkrieg bis hin zu den Tagebüchern jugendlicher Soldaten im Zweiten Weltkrieg und der Rezeption von Anne Franks Tagebuch in Ostdeutschland. Die Beiträge bieten einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Aspekte des Tagebuchschreibens und dessen gesellschaftliche Relevanz.