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Die ungleichen Geschwister

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Leder und Haut – Als sich im Berliner Admiralspalast der Vorhang hob und den Blick auf eine splitternackte Frau preisgab, die im Scheinwerferlicht antike Statuen imitierte, setzte sich im fernen Burgkunstadt ein Jungunternehmer auf sein Motorrad, um Schuhe auszuliefern. Unterschiedlicher als Friedrich Baur, der am Main den ersten deutschen Versandhandel gründete, und seine Schwester Klara, die unter dem Künstlernamen Claire Bauroff als Tänzerin und Aktmodell von sich reden machte, können Geschwister kaum sein. Während sie sich auszog, um für ein neues Körperbewusstsein zu werben, zog er die Menschen an, zunächst mit preis- und hochwertigen Schuhen, später mit Kleidung. Die Geschichte der ungleichen Geschwister beginnt in den Goldenen Zwanzigern, als nach Jahren kriegsbedingter Stagnation die Wirtschaft wieder florierte und die Künste neue Ausdrucksformen erprobten. Mit der Sammelbestellung, der Ratenzahlung und dem kostenlosen Rückgaberecht ersann Friedrich eine bis dahin unbekannte, kundenorientierte Form des Warenverkaufs. Claire dagegen propagierte mit ihren Nacktauftritten ein modernes Frauenbild. Im Dienst am Menschen fanden die beiden nach dem Krieg wieder zusammen. Mit einer von ihm ins Leben gerufenen Stiftung unterstützte er die medizinische Forschung in ihrem Kampf gegen die Kinderlähmung, baute Wohnsiedlungen und Kindergärten, während sie sich als Atemtherapeutin Menschen mit motorischen Schwierigkeiten annahm.

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Die ungleichen Geschwister, Ralf Georg Czapla

Język
Rok wydania
2015
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Die ungleichen Geschwister
Język
niemiecki
Wydawca
Piper
Rok wydania
2015
Oprawa
twarda
ISBN10
349205725X
ISBN13
9783492057257
Seria
Tagi
Opis
Leder und Haut – Als sich im Berliner Admiralspalast der Vorhang hob und den Blick auf eine splitternackte Frau preisgab, die im Scheinwerferlicht antike Statuen imitierte, setzte sich im fernen Burgkunstadt ein Jungunternehmer auf sein Motorrad, um Schuhe auszuliefern. Unterschiedlicher als Friedrich Baur, der am Main den ersten deutschen Versandhandel gründete, und seine Schwester Klara, die unter dem Künstlernamen Claire Bauroff als Tänzerin und Aktmodell von sich reden machte, können Geschwister kaum sein. Während sie sich auszog, um für ein neues Körperbewusstsein zu werben, zog er die Menschen an, zunächst mit preis- und hochwertigen Schuhen, später mit Kleidung. Die Geschichte der ungleichen Geschwister beginnt in den Goldenen Zwanzigern, als nach Jahren kriegsbedingter Stagnation die Wirtschaft wieder florierte und die Künste neue Ausdrucksformen erprobten. Mit der Sammelbestellung, der Ratenzahlung und dem kostenlosen Rückgaberecht ersann Friedrich eine bis dahin unbekannte, kundenorientierte Form des Warenverkaufs. Claire dagegen propagierte mit ihren Nacktauftritten ein modernes Frauenbild. Im Dienst am Menschen fanden die beiden nach dem Krieg wieder zusammen. Mit einer von ihm ins Leben gerufenen Stiftung unterstützte er die medizinische Forschung in ihrem Kampf gegen die Kinderlähmung, baute Wohnsiedlungen und Kindergärten, während sie sich als Atemtherapeutin Menschen mit motorischen Schwierigkeiten annahm.