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Umgeben von Hass und Mitgefühl

Jüdische Autonomie in Polen nach der Shoah 1945-1949 und die Hintergründe ihres Scheiterns

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Das Buch beschreibt das Experiment der Ansiedlung von Holocaust-Überlebenden in Niederschlesien zwischen 1945 und 1949. In dieser weitgehend von Deutschen verlassenen Region entstand kurzzeitig eine „jüdische Republik“ mit eigener Selbstverwaltung und Jiddisch als Alltagssprache. Der von Jakob Egit initiierte „Jiddische Jischuv“ sollte eine Alternative zum zionistischen Projekt in Palästina bieten. Trotz anfänglicher Unterstützung durch die kommunistische Staatsmacht Polens war das Projekt, das kulturelle, politische und wirtschaftliche Autonomie für Juden anstrebte, sehr erfolgreich, scheiterte jedoch an pogromartigen antisemitischen Ausschreitungen, der kommunistischen Gleichschaltung, dem aufgeladenen polnischen Nationalismus und einer antisemitischen Welle, die von Stalin initiiert wurde. Das Buch beleuchtet auch die antisemitische Stimmung in Polen vor dem Krieg sowie die Haltung der polnischen katholischen Bevölkerung zu ihren jüdischen Nachbarn während des Krieges. Die Gleichgültigkeit der polnischen Bevölkerung gegenüber dem von deutschen Besatzern organisierten Massenmord an Juden war vorherrschend. Aktive Mittäterschaft, besonders in ländlichen Gebieten, und Denunziantentum in Städten waren weit verbreitet. Viele polnische Judenretter lebten in ständiger Gefahr, von ihren Nachbarn an die deutschen Besatzer ausgeliefert zu werden, was für sie und ihre Retter den sicheren Tod bedeutete.

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Umgeben von Hass und Mitgefühl, Gabriel Berger

Język
Rok wydania
2016
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Umgeben von Hass und Mitgefühl
Podtytuł
Jüdische Autonomie in Polen nach der Shoah 1945-1949 und die Hintergründe ihres Scheiterns
Język
niemiecki
Wydawca
Lichtig
Rok wydania
2016
Oprawa
miękka
Liczba stron
191
ISBN10
3929905361
ISBN13
9783929905366
Seria
Opis
Das Buch beschreibt das Experiment der Ansiedlung von Holocaust-Überlebenden in Niederschlesien zwischen 1945 und 1949. In dieser weitgehend von Deutschen verlassenen Region entstand kurzzeitig eine „jüdische Republik“ mit eigener Selbstverwaltung und Jiddisch als Alltagssprache. Der von Jakob Egit initiierte „Jiddische Jischuv“ sollte eine Alternative zum zionistischen Projekt in Palästina bieten. Trotz anfänglicher Unterstützung durch die kommunistische Staatsmacht Polens war das Projekt, das kulturelle, politische und wirtschaftliche Autonomie für Juden anstrebte, sehr erfolgreich, scheiterte jedoch an pogromartigen antisemitischen Ausschreitungen, der kommunistischen Gleichschaltung, dem aufgeladenen polnischen Nationalismus und einer antisemitischen Welle, die von Stalin initiiert wurde. Das Buch beleuchtet auch die antisemitische Stimmung in Polen vor dem Krieg sowie die Haltung der polnischen katholischen Bevölkerung zu ihren jüdischen Nachbarn während des Krieges. Die Gleichgültigkeit der polnischen Bevölkerung gegenüber dem von deutschen Besatzern organisierten Massenmord an Juden war vorherrschend. Aktive Mittäterschaft, besonders in ländlichen Gebieten, und Denunziantentum in Städten waren weit verbreitet. Viele polnische Judenretter lebten in ständiger Gefahr, von ihren Nachbarn an die deutschen Besatzer ausgeliefert zu werden, was für sie und ihre Retter den sicheren Tod bedeutete.