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Nicht zufällig sind es die reichen Regionen, die es in die Unabhängigkeit zieht. Was heute Katalonien versucht, das verwirklichten 1991 Slowenien und Kroatien ohne Rücksicht auf die Folgen. Stößt Madrid heute auf Verständnis, so scherte sich damals keiner in Europa um die jugoslawische Verfassung, über die sich die zwei Teilrepubliken hinwegsetzten. Die Mauer war gefallen, also mussten die Europäer diesen Nachbarn im Ostblock doch die Hand reichen – ein großes Missverständnis. Jugoslawien war nicht hinterm Eisernen Vorhang, sondern blockfrei, Mitgründer der Blockfreien in der UN. Seine Bürger genossen fast alle Freiheiten. Die Legende vom brutalen Belgrader Regime stempelte jedoch jeden zum Kommunisten, der für den Erhalt des Staates kämpfte. Und die serbischen Kriegsverbrechen bestätigten scheinbar, wer hier der Aggressor war. Heute, 100 Jahre nach der Gründung, tun manche Postjugoslawen so, als habe es Jugoslawien nie gegeben. Dabei ist es in mancherlei Hinsicht erstaunlich lebendig.
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100 Jahre Jugoslawien, Martin Maria Reinkowski
- Język
- Rok wydania
- 2018
- Oprawa
- (miękka)
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- Tytuł
- 100 Jahre Jugoslawien
- Język
- niemiecki
- Autorzy
- Martin Maria Reinkowski
- Wydawca
- Imhof Verlag
- Rok wydania
- 2018
- Oprawa
- miękka
- Liczba stron
- 302
- ISBN10
- 3731906295
- ISBN13
- 9783731906292
- Seria
- Tagi
- Ocena
- 4 z 5
- Opis
- Nicht zufällig sind es die reichen Regionen, die es in die Unabhängigkeit zieht. Was heute Katalonien versucht, das verwirklichten 1991 Slowenien und Kroatien ohne Rücksicht auf die Folgen. Stößt Madrid heute auf Verständnis, so scherte sich damals keiner in Europa um die jugoslawische Verfassung, über die sich die zwei Teilrepubliken hinwegsetzten. Die Mauer war gefallen, also mussten die Europäer diesen Nachbarn im Ostblock doch die Hand reichen – ein großes Missverständnis. Jugoslawien war nicht hinterm Eisernen Vorhang, sondern blockfrei, Mitgründer der Blockfreien in der UN. Seine Bürger genossen fast alle Freiheiten. Die Legende vom brutalen Belgrader Regime stempelte jedoch jeden zum Kommunisten, der für den Erhalt des Staates kämpfte. Und die serbischen Kriegsverbrechen bestätigten scheinbar, wer hier der Aggressor war. Heute, 100 Jahre nach der Gründung, tun manche Postjugoslawen so, als habe es Jugoslawien nie gegeben. Dabei ist es in mancherlei Hinsicht erstaunlich lebendig.