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Geschichte des ersten Kreuzzugs Band 2

Das Königreich Jerusalem

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Unter den Quellen zum ersten Kreuzzug nimmt das Werk von Albert von Aachen eine besondere Stellung ein. Der Verfasser war kein Augenzeuge und seine Materialien sind nicht umfassend oder systematisch geordnet. Im Vergleich zu anderen Quellen hat sein Werk inhaltliche und stilistische Mängel: Es fehlt die Unmittelbarkeit von Raimund von Agiles oder Fulkers von Chartres, die Ehrlichkeit der anonymen Gesten, die Einsicht Guiberts sowie der politische Verstand Wilhelms von Tyrus. Dennoch überragt es diese Quellen in seiner Breite und Allgemeingültigkeit. Alberts Buch scheint die Meinungen, Erfahrungen und Fantasien des gesamten Abendlands über die Kreuzzüge widerzuspiegeln. Die breite historische Basis, die Fülle des Stoffes, die ruhige Perspektive und die klare Sachlichkeit, gepaart mit einer bewussten abendländischen Sichtweise, heben dieses Werk über andere Quellen mit vermeintlich größerer historischer Glaubwürdigkeit. Albert von Aachen gestaltet seinen Stoff kraftvoll und bildhaft, mit einem klaren Blick für das Menschliche und Allgemeine. Sein Werk galt im Abendland über Jahrhunderte als der reinste Ausdruck der ritterlichen Züge nach Osten, wahrgenommen als freie Epopöe und nicht als eng umgrenzte historische Realität.

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Geschichte des ersten Kreuzzugs Band 2, von Aachen Albert

Język
Rok wydania
2019
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Geschichte des ersten Kreuzzugs Band 2
Podtytuł
Das Königreich Jerusalem
Język
niemiecki
Wydawca
Boer, K
Rok wydania
2019
Oprawa
twarda
ISBN10
3947618670
ISBN13
9783947618675
Seria
Tagi
Opis
Unter den Quellen zum ersten Kreuzzug nimmt das Werk von Albert von Aachen eine besondere Stellung ein. Der Verfasser war kein Augenzeuge und seine Materialien sind nicht umfassend oder systematisch geordnet. Im Vergleich zu anderen Quellen hat sein Werk inhaltliche und stilistische Mängel: Es fehlt die Unmittelbarkeit von Raimund von Agiles oder Fulkers von Chartres, die Ehrlichkeit der anonymen Gesten, die Einsicht Guiberts sowie der politische Verstand Wilhelms von Tyrus. Dennoch überragt es diese Quellen in seiner Breite und Allgemeingültigkeit. Alberts Buch scheint die Meinungen, Erfahrungen und Fantasien des gesamten Abendlands über die Kreuzzüge widerzuspiegeln. Die breite historische Basis, die Fülle des Stoffes, die ruhige Perspektive und die klare Sachlichkeit, gepaart mit einer bewussten abendländischen Sichtweise, heben dieses Werk über andere Quellen mit vermeintlich größerer historischer Glaubwürdigkeit. Albert von Aachen gestaltet seinen Stoff kraftvoll und bildhaft, mit einem klaren Blick für das Menschliche und Allgemeine. Sein Werk galt im Abendland über Jahrhunderte als der reinste Ausdruck der ritterlichen Züge nach Osten, wahrgenommen als freie Epopöe und nicht als eng umgrenzte historische Realität.