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Gefühlswegweiser und Komponiermaschine

Studien zu Skizzen und musikalischer Faktur von Richard Strauss’ »Die Frau ohne Schatten«

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  • 300 stron
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Die nach langer Entstehungszeit 1919 uraufgeführte Oper Die Frau ohne Schatten wurde von Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss von vornherein als gemeinsames Hauptwerk konzipiert und von Strauss bis zuletzt als ein Gipfelpunkt der Operngeschichte apostrophiert – stets in einem Atemzug mit Wagners Götterdämmerung. Allgemein auf die Aufbietung aller musikalischen Mittel gemünzt, bezieht sich der Vergleich mit dem Schlussstein der Ring-Tetralogie konkret auch auf die extreme Dichte des motivischen Geflechts. Dieses Charakteristikum hat die Rezeption der Frau ohne Schatten stets dominiert, zugleich aber auch polemischen Widerhall auf sich gezogen, am prominentesten und pointiertesten wohl in Theodor W. Adornos Wort von der »Komponiermaschine« Strauss. Anhand der umfangreichen Skizzenüberlieferung zur Frau ohne Schatten lässt sich der semantische Subtext des Motivgeflechts im Gegenlicht der Bedingungen der Werkentstehung betrachten, eines Schaffensprozesses nämlich, der einerseits unverkennbar auf die Stringenz zentraler motivisch-thematischer Prozesse abzielt, sich andererseits aber immer wieder auch durch eine staunenswerte Pragmatik im Umgang mit der musikalischen Substanz auszeichnet.

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Gefühlswegweiser und Komponiermaschine, Christian Schaper

Język
Rok wydania
2023
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Tytuł
Gefühlswegweiser und Komponiermaschine
Podtytuł
Studien zu Skizzen und musikalischer Faktur von Richard Strauss’ »Die Frau ohne Schatten«
Język
niemiecki
Rok wydania
2023
Liczba stron
300
ISBN10
3826072227
ISBN13
9783826072222
Seria
Opis
Die nach langer Entstehungszeit 1919 uraufgeführte Oper Die Frau ohne Schatten wurde von Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss von vornherein als gemeinsames Hauptwerk konzipiert und von Strauss bis zuletzt als ein Gipfelpunkt der Operngeschichte apostrophiert – stets in einem Atemzug mit Wagners Götterdämmerung. Allgemein auf die Aufbietung aller musikalischen Mittel gemünzt, bezieht sich der Vergleich mit dem Schlussstein der Ring-Tetralogie konkret auch auf die extreme Dichte des motivischen Geflechts. Dieses Charakteristikum hat die Rezeption der Frau ohne Schatten stets dominiert, zugleich aber auch polemischen Widerhall auf sich gezogen, am prominentesten und pointiertesten wohl in Theodor W. Adornos Wort von der »Komponiermaschine« Strauss. Anhand der umfangreichen Skizzenüberlieferung zur Frau ohne Schatten lässt sich der semantische Subtext des Motivgeflechts im Gegenlicht der Bedingungen der Werkentstehung betrachten, eines Schaffensprozesses nämlich, der einerseits unverkennbar auf die Stringenz zentraler motivisch-thematischer Prozesse abzielt, sich andererseits aber immer wieder auch durch eine staunenswerte Pragmatik im Umgang mit der musikalischen Substanz auszeichnet.