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Vom nationalsozialistischen Denken

Eine Spurensuche

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Das Buch will davon berichten, wie sich nationalsozialistisches Denken aus philosophischer Perspektive in den verschiedensten Wissenschaftszweigen ausgestaltet hat. Eines der kennzeichnenden Merkmale der Moderne ist die Grenzauflösung zwischen wissenschaftlicher und alltäglicher Erfahrung. Die Verwissenschaftlichung des Alltagslebens in Deutschland nimmt faktisch erst in den Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft ihre gesellschaftlich bedeutende Gestalt an. Eine wesentliche Funktion der Verwissenschaftlichung bestand darin, ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, in dem Brutalität akzeptiert werden konnte, um die ›Gesundung‹ und ›Einheit‹ des deutschen Volkes wieder herzustellen. Die wissenschaftliche Forschung im (Sinne des) Nationalsozialismus ermöglichte die Ausgrenzung von Minderheiten, Andersdenkender und Andersgläubiger. Die Ausgrenzenden legten dabei im Namen der Wissenschaften eine übermäßige Rigorosität an den Tag, einhergehend mit dem Gedanken, dass zur Durchsetzung des rassisch-völkischen Ideals bestimmte ›Opfer‹ zu erbringen seien.

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Vom nationalsozialistischen Denken, Volker Böhnigk

Język
Rok wydania
2023
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Tytuł
Vom nationalsozialistischen Denken
Podtytuł
Eine Spurensuche
Język
niemiecki
Rok wydania
2023
ISBN10
3826076370
ISBN13
9783826076374
Seria
Tagi
Opis
Das Buch will davon berichten, wie sich nationalsozialistisches Denken aus philosophischer Perspektive in den verschiedensten Wissenschaftszweigen ausgestaltet hat. Eines der kennzeichnenden Merkmale der Moderne ist die Grenzauflösung zwischen wissenschaftlicher und alltäglicher Erfahrung. Die Verwissenschaftlichung des Alltagslebens in Deutschland nimmt faktisch erst in den Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft ihre gesellschaftlich bedeutende Gestalt an. Eine wesentliche Funktion der Verwissenschaftlichung bestand darin, ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, in dem Brutalität akzeptiert werden konnte, um die ›Gesundung‹ und ›Einheit‹ des deutschen Volkes wieder herzustellen. Die wissenschaftliche Forschung im (Sinne des) Nationalsozialismus ermöglichte die Ausgrenzung von Minderheiten, Andersdenkender und Andersgläubiger. Die Ausgrenzenden legten dabei im Namen der Wissenschaften eine übermäßige Rigorosität an den Tag, einhergehend mit dem Gedanken, dass zur Durchsetzung des rassisch-völkischen Ideals bestimmte ›Opfer‹ zu erbringen seien.