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Gestik als Verkörperung der Affekte

Erkenntnisse der T.R.A.C.E-Forschung im Kontext der Kunstwissenschaft

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Gesten sind kommunikative Bewegungen der Hände und Arme, die Gedanken, Gefühle oder Intentionen des Sprechers anschaulich darstellen. In Gemälden verdeutlichen sie Hierarchien und Narrative. Seit der Antike ist die Handgestik ein zentrales Thema in der Rhetorik, und auch in den kunsttheoretischen Traktaten der Renaissance finden sich relevante Passagen. Theoretiker beider Disziplinen erkannten früh, dass Gestik nicht nur ästhetisch ist, sondern auch emotional auf den Rezipienten wirkt. Eine ausführliche Quellenanalyse verknüpft und vergleicht die Ausführungen zur Handgestik in der Rhetorik und Kunsttheorie, wobei die verbindenden Prinzipien im Fokus stehen. Die zugrunde liegenden Interaktionsregeln der Gestik werden analysiert, und ihre kommunikativen Möglichkeiten werden aufgezeigt. Zudem wird die Funktion der Gestik im Bildraum betrachtet. Es wird deutlich, dass nicht nur ästhetische Aspekte, sondern auch die Regeln des Angemessenheitsgebots (Decorum) für die emotionale Wirkung eines Kunstwerks relevant sind. Die Untersuchung beleuchtet, wie Affekte in Gemälden ausgedrückt werden müssen, um emotionale Reaktionen beim Rezipienten hervorzurufen. Indem Erkenntnisse aus Kunstwissenschaft und Neuroästhetik verbunden werden, zeigt sich, dass es Korrelate zwischen Handgestik und emotionaler Wahrnehmung gibt. Durch die exemplarische Analyse von Bildwerken wird ein entsprechendes Wahrnehmungsmodell skizziert.

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Gestik als Verkörperung der Affekte, Larissa Dolde

Język
Rok wydania
2023
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Tytuł
Gestik als Verkörperung der Affekte
Podtytuł
Erkenntnisse der T.R.A.C.E-Forschung im Kontext der Kunstwissenschaft
Język
niemiecki
Rok wydania
2023
ISBN10
3339132607
ISBN13
9783339132604
Seria
Tagi
Opis
Gesten sind kommunikative Bewegungen der Hände und Arme, die Gedanken, Gefühle oder Intentionen des Sprechers anschaulich darstellen. In Gemälden verdeutlichen sie Hierarchien und Narrative. Seit der Antike ist die Handgestik ein zentrales Thema in der Rhetorik, und auch in den kunsttheoretischen Traktaten der Renaissance finden sich relevante Passagen. Theoretiker beider Disziplinen erkannten früh, dass Gestik nicht nur ästhetisch ist, sondern auch emotional auf den Rezipienten wirkt. Eine ausführliche Quellenanalyse verknüpft und vergleicht die Ausführungen zur Handgestik in der Rhetorik und Kunsttheorie, wobei die verbindenden Prinzipien im Fokus stehen. Die zugrunde liegenden Interaktionsregeln der Gestik werden analysiert, und ihre kommunikativen Möglichkeiten werden aufgezeigt. Zudem wird die Funktion der Gestik im Bildraum betrachtet. Es wird deutlich, dass nicht nur ästhetische Aspekte, sondern auch die Regeln des Angemessenheitsgebots (Decorum) für die emotionale Wirkung eines Kunstwerks relevant sind. Die Untersuchung beleuchtet, wie Affekte in Gemälden ausgedrückt werden müssen, um emotionale Reaktionen beim Rezipienten hervorzurufen. Indem Erkenntnisse aus Kunstwissenschaft und Neuroästhetik verbunden werden, zeigt sich, dass es Korrelate zwischen Handgestik und emotionaler Wahrnehmung gibt. Durch die exemplarische Analyse von Bildwerken wird ein entsprechendes Wahrnehmungsmodell skizziert.