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Kalendergeschichte, Fait Divers, Twitter.

Zur Medienästhetik kleiner Formen

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Kalendergeschichte und Fait Divers als Ausgangspunkt einer grundlegenden Reflexion auf die besondere Medienästhetik kleiner Formen. Vom Werbeslogan bis zur Twitternachricht – Kürze ist der Imperativ unserer Zeit. Die Ästhetik des Schnellen, Ephemeren, Schnappschussartigen hat Konjunktur. Und doch steht sie zugleich in einer langen Tradition. Ausgehend von der besonderen Poetik der Kalendergeschichte Johan Peter Hebels und der Faits Divers Félix Fénéons analysiert Fabian Goppelsröder die spezifische Medienästhetik kleiner Formen. Beide gewinnen ihre besondere Poetik nicht allein aus Zeichenzahlstandards und Seitenbeschränkungen, sondern aus dem Spiel des Kleinen mit dem ihm einbettenden Kontext, aus dem subversiven Umgang mit den Gebrauchs- und Rezeptionsroutinen ihres ›massen‹-medialen Futterals, dem Kalender und der Tageszeitung. Analog, so die These, ist die Ästhetik kleiner Formen überhaupt nie frei von dem sie einbettenden jeweiligen Medium zu denken. Absolute Kürze gibt es nicht. Relative Kürze aber manifestiert sich erst im Spiel mit den durch mediale Praktiken auferlegten Vorgaben und Beschränkungen. In unserer auf Leistung und Effizienz gerichteten Gegenwart birgt die kleine Form mithin nicht allein die Möglichkeit zu weiterer Optimierung, sondern auch das Potenzial einer ästhetischen Befragung der unser Alltagshandeln leitenden Paradigmen.

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Kalendergeschichte, Fait Divers, Twitter., Fabian Goppelsro der

Język
Rok wydania
2023
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Tytuł
Kalendergeschichte, Fait Divers, Twitter.
Podtytuł
Zur Medienästhetik kleiner Formen
Język
niemiecki
Wydawca
Wallstein
Rok wydania
2023
ISBN10
3835353969
ISBN13
9783835353961
Seria
Opis
Kalendergeschichte und Fait Divers als Ausgangspunkt einer grundlegenden Reflexion auf die besondere Medienästhetik kleiner Formen. Vom Werbeslogan bis zur Twitternachricht – Kürze ist der Imperativ unserer Zeit. Die Ästhetik des Schnellen, Ephemeren, Schnappschussartigen hat Konjunktur. Und doch steht sie zugleich in einer langen Tradition. Ausgehend von der besonderen Poetik der Kalendergeschichte Johan Peter Hebels und der Faits Divers Félix Fénéons analysiert Fabian Goppelsröder die spezifische Medienästhetik kleiner Formen. Beide gewinnen ihre besondere Poetik nicht allein aus Zeichenzahlstandards und Seitenbeschränkungen, sondern aus dem Spiel des Kleinen mit dem ihm einbettenden Kontext, aus dem subversiven Umgang mit den Gebrauchs- und Rezeptionsroutinen ihres ›massen‹-medialen Futterals, dem Kalender und der Tageszeitung. Analog, so die These, ist die Ästhetik kleiner Formen überhaupt nie frei von dem sie einbettenden jeweiligen Medium zu denken. Absolute Kürze gibt es nicht. Relative Kürze aber manifestiert sich erst im Spiel mit den durch mediale Praktiken auferlegten Vorgaben und Beschränkungen. In unserer auf Leistung und Effizienz gerichteten Gegenwart birgt die kleine Form mithin nicht allein die Möglichkeit zu weiterer Optimierung, sondern auch das Potenzial einer ästhetischen Befragung der unser Alltagshandeln leitenden Paradigmen.