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Das Prinzip Bewegung

Theorie, Praxis und Radikalisierung in der West-Berliner Linken 1961-1972

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Wie die Antiautoritären autoritär wurden und warum »Theorie« aus mehr bestand als nur Lesen: Die Geschichte einer ungewöhnlichen Radikalisierung. Heftige Diskussionen in Kneipen und Seminarräumen, manisches Lesen, der suggestive Soziologie-Slang Rudi Dutschkes: Der schillernde Begriff »Theorie« ist eine der ersten Assoziationen, wenn die Rede auf die antiautoritäre Studentenbewegung kommt. Doch was war eigentlich »Theorie« und warum hatte sie in »68« einen solch rauschhaften Charakter? Benedikt Sepp wirft jenseits von Ideengeschichte und Bewegungsforschung einen praxeologischen Blick auf die Theoriefaszination der rebellierenden Studierenden. Indem der Autor dem emphatischen Aufbruch der frühen Sechziger Jahre bis in die stagnierenden Ausläufer der maoistischen K-Gruppen folgt, kann er nachzeichnen, wie ein spezifisches Verständnis von »Theorie« zur Radikalisierung der Bewegung beitrug - eines, das Analyse nur für gültig erklärte, wenn sie sich in Aktion umsetzen ließ. Diese nicht auflösbare Spannung zwischen Theorie und Praxis befeuerte eine »Bewegung«, die mehr als nur eine Selbstbezeichnung war. Die Geschichte der antiautoritären Bewegung wird hier also auf eine neue Weise erzählt – als von den Zugzwängen eines Denkens vorangetrieben, das über dieses Denken hinausgehen wollte.

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Das Prinzip Bewegung, Benedikt Sepp

Język
Rok wydania
2023
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Tytuł
Das Prinzip Bewegung
Podtytuł
Theorie, Praxis und Radikalisierung in der West-Berliner Linken 1961-1972
Język
niemiecki
Rok wydania
2023
ISBN10
3835353241
ISBN13
9783835353244
Seria
Opis
Wie die Antiautoritären autoritär wurden und warum »Theorie« aus mehr bestand als nur Lesen: Die Geschichte einer ungewöhnlichen Radikalisierung. Heftige Diskussionen in Kneipen und Seminarräumen, manisches Lesen, der suggestive Soziologie-Slang Rudi Dutschkes: Der schillernde Begriff »Theorie« ist eine der ersten Assoziationen, wenn die Rede auf die antiautoritäre Studentenbewegung kommt. Doch was war eigentlich »Theorie« und warum hatte sie in »68« einen solch rauschhaften Charakter? Benedikt Sepp wirft jenseits von Ideengeschichte und Bewegungsforschung einen praxeologischen Blick auf die Theoriefaszination der rebellierenden Studierenden. Indem der Autor dem emphatischen Aufbruch der frühen Sechziger Jahre bis in die stagnierenden Ausläufer der maoistischen K-Gruppen folgt, kann er nachzeichnen, wie ein spezifisches Verständnis von »Theorie« zur Radikalisierung der Bewegung beitrug - eines, das Analyse nur für gültig erklärte, wenn sie sich in Aktion umsetzen ließ. Diese nicht auflösbare Spannung zwischen Theorie und Praxis befeuerte eine »Bewegung«, die mehr als nur eine Selbstbezeichnung war. Die Geschichte der antiautoritären Bewegung wird hier also auf eine neue Weise erzählt – als von den Zugzwängen eines Denkens vorangetrieben, das über dieses Denken hinausgehen wollte.