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Pädagogisches Ethos

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  • 268 stron
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Die Dissertation untersucht das pädagogische Ethos von Lehrer*innen aus professionstheoretischer Perspektive und zielt darauf ab, Ethos als Bestandteil pädagogischer Professionalität zu konzipieren. Sie stellt fest, dass Ethos zwar zentral für professionelles Handeln ist, jedoch bislang nicht systematisch in Modelle integriert wurde. Zudem wird die Kritik an einer strukturtheoretischen Professionstheorie aufgegriffen, die durch die Betonung von Widersprüchen und Antinomien das Lehrer*innenhandeln als unmöglich erscheinen lässt. Die zentrale These besagt, dass ein Konzept von Ethos als Praxis einen pädagogischen Umgang mit strukturellen Antinomien ermöglicht, ohne den Anspruch auf Professionalität aufzugeben. Basierend auf Hans Joas‘ Theorie des kreativen Handelns wird pädagogisches Ethos als spezielle Form experimentellen Handelns mit den Dimensionen Kontingenz, Ethik und Macht definiert. Es reagiert auf Handlungshemmungen, die durch pädagogische Antinomien entstehen. Analysen von videografiertem Unterrichtsmaterial rekonstruieren die Aspekte Relationalität und Körperlichkeit als grundlegende Denkvoraussetzungen für eine Theorie des pädagogischen Ethos. Dieses Ethos hat die Qualität experimentellen Handelns, da es ‚unmögliche‘ Entscheidungen umfasst, die einer eigenen Rationalität folgen – einer Rationalität, die in dem unausgesprochenen Versprechen gründet, eine ‚Sache‘ gut zu machen.

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Pädagogisches Ethos, Tanja Obex

Język
Rok wydania
2023
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Pädagogisches Ethos
Język
niemiecki
Autorzy
Tanja Obex
Rok wydania
2023
Oprawa
miękka
Liczba stron
268
ISBN10
3658406852
ISBN13
9783658406851
Seria
Tagi
Opis
Die Dissertation untersucht das pädagogische Ethos von Lehrer*innen aus professionstheoretischer Perspektive und zielt darauf ab, Ethos als Bestandteil pädagogischer Professionalität zu konzipieren. Sie stellt fest, dass Ethos zwar zentral für professionelles Handeln ist, jedoch bislang nicht systematisch in Modelle integriert wurde. Zudem wird die Kritik an einer strukturtheoretischen Professionstheorie aufgegriffen, die durch die Betonung von Widersprüchen und Antinomien das Lehrer*innenhandeln als unmöglich erscheinen lässt. Die zentrale These besagt, dass ein Konzept von Ethos als Praxis einen pädagogischen Umgang mit strukturellen Antinomien ermöglicht, ohne den Anspruch auf Professionalität aufzugeben. Basierend auf Hans Joas‘ Theorie des kreativen Handelns wird pädagogisches Ethos als spezielle Form experimentellen Handelns mit den Dimensionen Kontingenz, Ethik und Macht definiert. Es reagiert auf Handlungshemmungen, die durch pädagogische Antinomien entstehen. Analysen von videografiertem Unterrichtsmaterial rekonstruieren die Aspekte Relationalität und Körperlichkeit als grundlegende Denkvoraussetzungen für eine Theorie des pädagogischen Ethos. Dieses Ethos hat die Qualität experimentellen Handelns, da es ‚unmögliche‘ Entscheidungen umfasst, die einer eigenen Rationalität folgen – einer Rationalität, die in dem unausgesprochenen Versprechen gründet, eine ‚Sache‘ gut zu machen.