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Wer nicht vergessen ist, der ist nicht tot. In frühneuzeitlichen Leichenpredigten und Stammbucheinträgen erinnern Gemeinschaften ganz bewusst an ihre Verstorbenen. Auch Gebrauchstexte, wie zum Beispiel Rechnungsbücher, erfüllen diese Funktion der gemeinschaftlichen Sinnstiftung. Solche Texte stammen von humanistisch gebildeten Christen aus verschiedenen sozialen Schichten. In all ihren Ausprägungen sind sie stets schriftlicher Ausdruck sozialer Interaktion und folgen dabei tradierten Mustern. Als Vermächtnis, Predigt oder eben Stammbucheintrag bringen sie das kulturelle und historische Selbstverständnis ihrer Verfasser zum Ausdruck. Tünde Katona hat zahlreiche Texte der deutschen Gemeinschaft im frühneuzeitlichen Ungarn untersucht. Ihre Ergebnisse belegen, wie schriftliche Rituale, Texte und Denkmäler die Basis für die retrospektive und die prospektive Seite der memoria legen: Die Aufgabe der Erinnerung ist nicht weniger als die Normsetzung für die Lebensführung der Lebenden.
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Von Lebenden und Toten, Tu nde Katona
- Język
- Rok wydania
- 2023
- Oprawa
- (miękka)
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- Tytuł
- Von Lebenden und Toten
- Podtytuł
- Medien der Gedächtnisbewahrung in der Frühen Neuzeit in Ungarn
- Język
- niemiecki
- Autorzy
- Tu nde Katona
- Wydawca
- Frank & Timme
- Rok wydania
- 2023
- Oprawa
- miękka
- ISBN10
- 3732908038
- ISBN13
- 9783732908035
- Seria
- Opis
- Wer nicht vergessen ist, der ist nicht tot. In frühneuzeitlichen Leichenpredigten und Stammbucheinträgen erinnern Gemeinschaften ganz bewusst an ihre Verstorbenen. Auch Gebrauchstexte, wie zum Beispiel Rechnungsbücher, erfüllen diese Funktion der gemeinschaftlichen Sinnstiftung. Solche Texte stammen von humanistisch gebildeten Christen aus verschiedenen sozialen Schichten. In all ihren Ausprägungen sind sie stets schriftlicher Ausdruck sozialer Interaktion und folgen dabei tradierten Mustern. Als Vermächtnis, Predigt oder eben Stammbucheintrag bringen sie das kulturelle und historische Selbstverständnis ihrer Verfasser zum Ausdruck. Tünde Katona hat zahlreiche Texte der deutschen Gemeinschaft im frühneuzeitlichen Ungarn untersucht. Ihre Ergebnisse belegen, wie schriftliche Rituale, Texte und Denkmäler die Basis für die retrospektive und die prospektive Seite der memoria legen: Die Aufgabe der Erinnerung ist nicht weniger als die Normsetzung für die Lebensführung der Lebenden.