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In bestimmten kulturellen und sozialen Kontexten existieren klare Zuschreibungen von ›Gut‹ und ›Böse‹, in anderen Kontexten werden sie relativiert oder tabuisiert, bis hin zu ihrer vollständigen Negation. Der Holocaust als bislang wohl größtes Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurde als notwendiger Schritt einer Rassenhygiene ›gerechtfertigt‹. Ausgelöst durch die Krisenerfahrungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sahen und sehen es viele Kulturschaffende als ihre Aufgabe an, sich als Folge einer »Dialektik der Aufklärung« (Max Horkheimer / Theodor W. Adorno) für eine »reflexive Modernisierung« (Anthony Giddens) einzusetzen, um sich verfestigenden Gut-Böse-Dichotomien vorzubeugen. Das mehr oder weniger ernste Spiel mit Symbolen und Motiven ›des Bösen‹ durchzieht die kulturellen Praktiken der Postmoderne, von provokanten Kleider-Codes bis hin zu kalkulierten Tabubrüchen, die später historisch-musealen oder ikonographischen Charakter erhalten können. Wie historische Zeugnisse und Kunstwerke, philosophische und literarische Texte Fragen einer »Ästhetik des Bösen« (Peter-André Alt) verhandeln, zeigen die Beiträge des vorliegenden Bandes auf exemplarische Weise.
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Figurationen des Bösen, Werner Moskopp
- Język
- Rok wydania
- 2023
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- Tytuł
- Figurationen des Bösen
- Język
- niemiecki
- Autorzy
- Werner Moskopp
- Wydawca
- Königshausen u. Neumann
- Rok wydania
- 2023
- ISBN10
- 3826077032
- ISBN13
- 9783826077036
- Seria
- Tagi
- Opis
- In bestimmten kulturellen und sozialen Kontexten existieren klare Zuschreibungen von ›Gut‹ und ›Böse‹, in anderen Kontexten werden sie relativiert oder tabuisiert, bis hin zu ihrer vollständigen Negation. Der Holocaust als bislang wohl größtes Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurde als notwendiger Schritt einer Rassenhygiene ›gerechtfertigt‹. Ausgelöst durch die Krisenerfahrungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sahen und sehen es viele Kulturschaffende als ihre Aufgabe an, sich als Folge einer »Dialektik der Aufklärung« (Max Horkheimer / Theodor W. Adorno) für eine »reflexive Modernisierung« (Anthony Giddens) einzusetzen, um sich verfestigenden Gut-Böse-Dichotomien vorzubeugen. Das mehr oder weniger ernste Spiel mit Symbolen und Motiven ›des Bösen‹ durchzieht die kulturellen Praktiken der Postmoderne, von provokanten Kleider-Codes bis hin zu kalkulierten Tabubrüchen, die später historisch-musealen oder ikonographischen Charakter erhalten können. Wie historische Zeugnisse und Kunstwerke, philosophische und literarische Texte Fragen einer »Ästhetik des Bösen« (Peter-André Alt) verhandeln, zeigen die Beiträge des vorliegenden Bandes auf exemplarische Weise.


