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Emanzipation der Ratio

Descartes' Projekt der Naturalisierung von Wissen

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Descartes’ Neubestimmung rationaler Diskurse, so die These der Studie, impliziert die systematisch begründete Ausklammerung des Theologischen aus dem Feld natürlicher Rationalität und seine Deutung als irrationales, nur fideistisches Meinen. Das bedeutet auch die Ausschließung von Transzendenz aus dem Feld möglicher rationaler Diskurse und hat zur Folge, dass der ‚Gottes‘-Begriff, wie Descartes ihn an zentralen Stellen seiner Argumentation verwendet, nicht mehr im theistisch-theologischen Sinne gemeint sein kann. Er muss daher von seinen theologischen Implikationen befreit und gereinigt sowie auf das reduziert werden, was er, als bloß ontologische Vokabel, noch bedeuten kann. Die Studie verbindet den historischen Blick auf die ideengeschichtliche Einbettung zentraler cartesischer Lehrgehalte in die Diskussionen ihrer Zeit mit der systematischen Analyse jener Aspekte, die eine sinnvolle Rede von Transzendenz unmöglich machen und insofern als ‚naturalistisch‘ verstanden werden müssen.

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Emanzipation der Ratio, Andreas Scheib

Język
Rok wydania
2023
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Tytuł
Emanzipation der Ratio
Podtytuł
Descartes' Projekt der Naturalisierung von Wissen
Język
niemiecki
ISBN10
3534407725
ISBN13
9783534407729
Seria
Opis
Descartes’ Neubestimmung rationaler Diskurse, so die These der Studie, impliziert die systematisch begründete Ausklammerung des Theologischen aus dem Feld natürlicher Rationalität und seine Deutung als irrationales, nur fideistisches Meinen. Das bedeutet auch die Ausschließung von Transzendenz aus dem Feld möglicher rationaler Diskurse und hat zur Folge, dass der ‚Gottes‘-Begriff, wie Descartes ihn an zentralen Stellen seiner Argumentation verwendet, nicht mehr im theistisch-theologischen Sinne gemeint sein kann. Er muss daher von seinen theologischen Implikationen befreit und gereinigt sowie auf das reduziert werden, was er, als bloß ontologische Vokabel, noch bedeuten kann. Die Studie verbindet den historischen Blick auf die ideengeschichtliche Einbettung zentraler cartesischer Lehrgehalte in die Diskussionen ihrer Zeit mit der systematischen Analyse jener Aspekte, die eine sinnvolle Rede von Transzendenz unmöglich machen und insofern als ‚naturalistisch‘ verstanden werden müssen.