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Trinkerinnen und Trinker

Zum Wandel eines biographischen Narrativs in Novellen des 19. Jahrhunderts

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  • 396 stron
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Mitglieder von Mäßigkeits- bzw. Abstinenzvereinen, die seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum aktiv waren, deklarierten das Trinken als Ursache praktisch aller Übel. Die soziale Ungleichheit, der moralische Zerfall sowie körperliche und psychische Krankheiten wurden fortan durch den Alkoholkonsum erklärt. Von dieser Antialkoholrhetorik blieb die Literatur nicht unberührt. So zeigen sich in vielen Lebensbeschreibungen trinkender Figuren Einflüsse des außerliterarischen Alkoholdiskurses. Oliver Käsermann untersucht solche Lebensbeschreibungen in 13 Novellen – von J. Gotthelf, A. von Droste-Hülshoff, Th. Storm, P. Heyse, A. Schnitzler u. a. – und rekonstruiert daraus ein übergeordnetes Erzählmuster, das er „Biographisches Narrativ der Trinkerinnen und Trinker“ nennt. Mit diesem Narrativ als Schnittstelle kann eine Methode zur Untersuchung des Verhältnisses zwischen literarischen und außerliterarischen Diskursen aufgezeigt und exemplarisch erprobt werden.

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Trinkerinnen und Trinker, Oliver Käsermann

Język
Rok wydania
2023
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Trinkerinnen und Trinker
Podtytuł
Zum Wandel eines biographischen Narrativs in Novellen des 19. Jahrhunderts
Język
niemiecki
Rok wydania
2023
Oprawa
miękka
Liczba stron
396
ISBN10
3412528714
ISBN13
9783412528713
Seria
Tagi
Opis
Mitglieder von Mäßigkeits- bzw. Abstinenzvereinen, die seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum aktiv waren, deklarierten das Trinken als Ursache praktisch aller Übel. Die soziale Ungleichheit, der moralische Zerfall sowie körperliche und psychische Krankheiten wurden fortan durch den Alkoholkonsum erklärt. Von dieser Antialkoholrhetorik blieb die Literatur nicht unberührt. So zeigen sich in vielen Lebensbeschreibungen trinkender Figuren Einflüsse des außerliterarischen Alkoholdiskurses. Oliver Käsermann untersucht solche Lebensbeschreibungen in 13 Novellen – von J. Gotthelf, A. von Droste-Hülshoff, Th. Storm, P. Heyse, A. Schnitzler u. a. – und rekonstruiert daraus ein übergeordnetes Erzählmuster, das er „Biographisches Narrativ der Trinkerinnen und Trinker“ nennt. Mit diesem Narrativ als Schnittstelle kann eine Methode zur Untersuchung des Verhältnisses zwischen literarischen und außerliterarischen Diskursen aufgezeigt und exemplarisch erprobt werden.