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Das Doppelgesicht der Diktatur

Rettung des Staates oder Unterdrückung der Freiheit?

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  • 250 stron
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Die Diktatur wird heute oft mit Autokratie, Gewaltherrschaft oder Tyrannei gleichgesetzt und steht im Gegensatz zur Demokratie. Ursprünglich war sie jedoch keine eigenständige Herrschaftsform, sondern eine Notstandsmaßnahme. In der römischen Republik konnte in Krisensituationen ein Diktator mit Sondervollmachten ernannt werden, um die Ordnung wiederherzustellen. Auch in der politischen Theorie der frühen Neuzeit, von Machiavelli bis Rousseau, galt diese Institution als Modell zur Rettung einer republikanischen Verfassung in Krisenzeiten. Dieses Verständnis hielt bis ins 20. Jahrhundert an, wie die Diskussion um die Diktaturgewalt des Reichspräsidenten in der Weimarer Republik und die Idee einer „verfassungsmäßigen Diktatur“ zeigt. Seit der Französischen Revolution entwickelte sich die Vorstellung, mit Diktatur die neue Ordnung gegen Feinde zu schützen. Diese Idee führte zur Diktatur des Proletariats, die den Fortschritt zum Sozialismus herbeiführen sollte. Wilfried Nippel verfolgt den komplexen Verlauf der Diktaturdebatten und korrigiert verbreitete Missverständnisse. Seine Studie ermöglicht ein neues Verständnis der Schwierigkeiten, Legitimitätsbrüche verfassungsrechtlich und politiktheoretisch zu begründen.

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Das Doppelgesicht der Diktatur, Wilfried Nippel

Język
Rok wydania
2023
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Das Doppelgesicht der Diktatur
Podtytuł
Rettung des Staates oder Unterdrückung der Freiheit?
Język
niemiecki
Rok wydania
2023
Oprawa
miękka
Liczba stron
250
ISBN10
3863931688
ISBN13
9783863931681
Seria
Tagi
Opis
Die Diktatur wird heute oft mit Autokratie, Gewaltherrschaft oder Tyrannei gleichgesetzt und steht im Gegensatz zur Demokratie. Ursprünglich war sie jedoch keine eigenständige Herrschaftsform, sondern eine Notstandsmaßnahme. In der römischen Republik konnte in Krisensituationen ein Diktator mit Sondervollmachten ernannt werden, um die Ordnung wiederherzustellen. Auch in der politischen Theorie der frühen Neuzeit, von Machiavelli bis Rousseau, galt diese Institution als Modell zur Rettung einer republikanischen Verfassung in Krisenzeiten. Dieses Verständnis hielt bis ins 20. Jahrhundert an, wie die Diskussion um die Diktaturgewalt des Reichspräsidenten in der Weimarer Republik und die Idee einer „verfassungsmäßigen Diktatur“ zeigt. Seit der Französischen Revolution entwickelte sich die Vorstellung, mit Diktatur die neue Ordnung gegen Feinde zu schützen. Diese Idee führte zur Diktatur des Proletariats, die den Fortschritt zum Sozialismus herbeiführen sollte. Wilfried Nippel verfolgt den komplexen Verlauf der Diktaturdebatten und korrigiert verbreitete Missverständnisse. Seine Studie ermöglicht ein neues Verständnis der Schwierigkeiten, Legitimitätsbrüche verfassungsrechtlich und politiktheoretisch zu begründen.