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Die Macht des Geistes

Soziologische Fallanalysen zum Strukturtyp des Intellektuellen

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  • 570 stron
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Im Intellektuellen als sozialer Figur verkörpert und vollzieht sich die Eigenlogik der politischen und kulturellen Öffentlichkeit. Einerseits ist er Staatsbürger wie jeder andere, dessen Meinungsbildung in einem Partizipationswillen mündet, andererseits nimmt er im Gemeinwesen die Strukturstelle des weithin hörbaren Organs der öffentlichen, auf Zuspitzung und Kontroverse angewiesenen Auseinandersetzung um den richtigen Weg der Gemeinschaft ein. Seine Herausgehobenheit gründet nicht in einer besonderen, erlernbaren und auf Dauer auszuübenden Kompetenz, sondern in der je konkreten Bewährung einer Deutungskraft, die sich fallspezifisch immer wieder von Neuem an Krisen bilden muß; sein Räsonnement bewährt und legitimiert sich nur, wenn seine Krisenwahrnehmung als zutreffend, ja als unabweisbar erscheint und es ihm gelingt, mit seinen Argumenten in der Öffentlichkeit eine Gefolgschaft zu bilden. Diese spezifische Verbindung von Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft mit seiner charismatischen Sonderstellung in ihr weist den Intellektuellen – im Sinne Max Webers – als den verdiesseitigten Nachfolgetypus des antiken jüdischen Propheten aus.

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Die Macht des Geistes, Andreas Franzmann

Język
Rok wydania
2023
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Tytuł
Die Macht des Geistes
Podtytuł
Soziologische Fallanalysen zum Strukturtyp des Intellektuellen
Język
niemiecki
Rok wydania
2023
Liczba stron
570
ISBN10
3941743988
ISBN13
9783941743984
Seria
Tagi
Opis
Im Intellektuellen als sozialer Figur verkörpert und vollzieht sich die Eigenlogik der politischen und kulturellen Öffentlichkeit. Einerseits ist er Staatsbürger wie jeder andere, dessen Meinungsbildung in einem Partizipationswillen mündet, andererseits nimmt er im Gemeinwesen die Strukturstelle des weithin hörbaren Organs der öffentlichen, auf Zuspitzung und Kontroverse angewiesenen Auseinandersetzung um den richtigen Weg der Gemeinschaft ein. Seine Herausgehobenheit gründet nicht in einer besonderen, erlernbaren und auf Dauer auszuübenden Kompetenz, sondern in der je konkreten Bewährung einer Deutungskraft, die sich fallspezifisch immer wieder von Neuem an Krisen bilden muß; sein Räsonnement bewährt und legitimiert sich nur, wenn seine Krisenwahrnehmung als zutreffend, ja als unabweisbar erscheint und es ihm gelingt, mit seinen Argumenten in der Öffentlichkeit eine Gefolgschaft zu bilden. Diese spezifische Verbindung von Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft mit seiner charismatischen Sonderstellung in ihr weist den Intellektuellen – im Sinne Max Webers – als den verdiesseitigten Nachfolgetypus des antiken jüdischen Propheten aus.