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Kunstwerk Frau

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Dieses Buch bietet einen amüsierten Blick in die Ateliers und Labors von Schriftstellern, Malern, Ärzten und Wissenschaftlern des späten 19. Jahrhunderts. Diese Zeit war ambivalent fasziniert vom „Weiblichen“ und stellte bedrohlich-verlockende Bilder dar, die wenig mit der Realität von Frauen zu tun hatten. „Das Weib“ wurde von verunsicherten Männern auf seine Geschlechtlichkeit reduziert, als irrational, unproduktiv und passiv. Es entstehen drei Kunstprodukte: die blass-vornehme, gelangweilt-entrückte Ehefrau, die triebhaft-verführerische Femme fatale und die unselbständige, unschuldig-reizvolle Kindfrau. Diese Typen entwickelten sich zu Konstrukten, die ein dialektisches Verhältnis zur Realität eingingen: Männer und Frauen verhalten sich oft so, als wären „die Frauen“ so, wie sie stilisiert wurden. Die Bewertung dieser Typen ist zweitrangig; entscheidend ist, dass es sich um Konstrukte handelt. Bettina Pohles beschreibt, dass selbst positive Bewertungen der weiblichen „Ur-Sinnlichkeit“ ein beengendes Klischee bleiben. Ein Beispiel ist Theodor Fontanes Roman „Effie Briest“, dessen Heldin als Opfer eines sinnlosen Ehrenkodex dargestellt wird. Pohles zeigt, dass Fontane mit Effie eine klischeehafte, unselbständige Ehefrau geschaffen hat. Ihre Studie verdeutlicht, wie das verzerrte Bild der „schönen und gefährlichen Frau“ bis heute nachwirkt und das Frauenbild prägt.

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Kunstwerk Frau, Bettina Pohle

Język
Rok wydania
1998
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Kunstwerk Frau
Język
niemiecki
Rok wydania
1998
Oprawa
miękka
Liczba stron
167
ISBN10
3596132967
ISBN13
9783596132966
Seria
Ocena
5 z 5
Opis
Dieses Buch bietet einen amüsierten Blick in die Ateliers und Labors von Schriftstellern, Malern, Ärzten und Wissenschaftlern des späten 19. Jahrhunderts. Diese Zeit war ambivalent fasziniert vom „Weiblichen“ und stellte bedrohlich-verlockende Bilder dar, die wenig mit der Realität von Frauen zu tun hatten. „Das Weib“ wurde von verunsicherten Männern auf seine Geschlechtlichkeit reduziert, als irrational, unproduktiv und passiv. Es entstehen drei Kunstprodukte: die blass-vornehme, gelangweilt-entrückte Ehefrau, die triebhaft-verführerische Femme fatale und die unselbständige, unschuldig-reizvolle Kindfrau. Diese Typen entwickelten sich zu Konstrukten, die ein dialektisches Verhältnis zur Realität eingingen: Männer und Frauen verhalten sich oft so, als wären „die Frauen“ so, wie sie stilisiert wurden. Die Bewertung dieser Typen ist zweitrangig; entscheidend ist, dass es sich um Konstrukte handelt. Bettina Pohles beschreibt, dass selbst positive Bewertungen der weiblichen „Ur-Sinnlichkeit“ ein beengendes Klischee bleiben. Ein Beispiel ist Theodor Fontanes Roman „Effie Briest“, dessen Heldin als Opfer eines sinnlosen Ehrenkodex dargestellt wird. Pohles zeigt, dass Fontane mit Effie eine klischeehafte, unselbständige Ehefrau geschaffen hat. Ihre Studie verdeutlicht, wie das verzerrte Bild der „schönen und gefährlichen Frau“ bis heute nachwirkt und das Frauenbild prägt.