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Kapitalismus ohne Gewerkschaften?

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Die Gewerkschaften stehen vor einer Krise, während das Kapital global an Macht gewinnt. Sie haben durch gesellschaftliche Umwälzungen an Mitgliedern und Einfluss verloren. Die Kapitalseite zergliedert den gesamten Produktionsprozess und führt zu Massenarbeitslosigkeit sowie einer Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse, was zu gesellschaftlicher Ausgrenzung und Entwertung großer Bevölkerungsgruppen führt. Um nicht in die Bedeutungslosigkeit abzusinken, müssen Gewerkschaften neue Antworten auf die dramatischen Veränderungen im Produktionsprozess und den damit verbundenen Wandel sozialer Milieus finden. Der Reichtum, der gesellschaftlich produziert wird, wächst, doch nur die großen Kapitalbesitzer profitieren davon. Der Sozialstaatskompromiss der Nachkriegszeit wurde unter dem Druck der Unternehmerverbände aufgekündigt, und die durch Neoliberalismus organisierte Ungleichheit nimmt zu. Vor diesem Hintergrund sind die Hauptaufgaben der Gewerkschaften die gerechte Verteilung des Reichtums, der Kampf gegen Massenarbeitslosigkeit sowie der Einsatz für soziale, demokratische, kulturelle und ökologische Standards, insbesondere im Kontext der Europäischen Union und der Einführung einer gemeinsamen Währung. Ein neuer Typus von Vollbeschäftigung ist möglich.

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Kapitalismus ohne Gewerkschaften?, Gisbert Schlemmer

Język
Rok wydania
1999
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Tytuł
Kapitalismus ohne Gewerkschaften?
Język
niemiecki
Wydawca
VSA-Verl.
Rok wydania
1999
Liczba stron
205
ISBN10
3879757232
ISBN13
9783879757237
Seria
Tagi
Biznes
Opis
Die Gewerkschaften stehen vor einer Krise, während das Kapital global an Macht gewinnt. Sie haben durch gesellschaftliche Umwälzungen an Mitgliedern und Einfluss verloren. Die Kapitalseite zergliedert den gesamten Produktionsprozess und führt zu Massenarbeitslosigkeit sowie einer Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse, was zu gesellschaftlicher Ausgrenzung und Entwertung großer Bevölkerungsgruppen führt. Um nicht in die Bedeutungslosigkeit abzusinken, müssen Gewerkschaften neue Antworten auf die dramatischen Veränderungen im Produktionsprozess und den damit verbundenen Wandel sozialer Milieus finden. Der Reichtum, der gesellschaftlich produziert wird, wächst, doch nur die großen Kapitalbesitzer profitieren davon. Der Sozialstaatskompromiss der Nachkriegszeit wurde unter dem Druck der Unternehmerverbände aufgekündigt, und die durch Neoliberalismus organisierte Ungleichheit nimmt zu. Vor diesem Hintergrund sind die Hauptaufgaben der Gewerkschaften die gerechte Verteilung des Reichtums, der Kampf gegen Massenarbeitslosigkeit sowie der Einsatz für soziale, demokratische, kulturelle und ökologische Standards, insbesondere im Kontext der Europäischen Union und der Einführung einer gemeinsamen Währung. Ein neuer Typus von Vollbeschäftigung ist möglich.