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"Ostjuden" - Geschichte und Mythos

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Um 1900 erlebte die jüdische Welt Europas tiefgreifende Veränderungen. Pogrome und wirtschaftliche Not führten dazu, dass Tausende osteuropäische Jüdinnen und Juden nach Palästina, Amerika und in mitteleuropäische Metropolen migrierten. Dort begegneten die traditionell und religiös geprägten „Ostjuden“ den weitgehend integrierten „Westjuden“. In diesem neuen Umfeld wurden sie oft zum Objekt von Projektionen, die zwischen dem Klischee des rückständigen und dem Ideal des „authentischen“ Judentums schwankten. Der Tagungsband zur Sommerakademie des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs dekonstruiert den Begriff „Ostjuden“ und beleuchtet jüdische Lebenswelten im Spannungsfeld von Selbstwahrnehmung und Fremdzuschreibung im globalen Kontext. Die Erkenntnisse aus Geschichte, Kultur- und Literaturwissenschaften hinterfragen statische Mythen und korrigieren aktuelle Stereotype. Beiträge thematisieren unter anderem die (Selbst-)Verortung osteuropäischer Juden, die Integration galizischer Juden in Wien, Begriffskonstruktionen des „Ostjudentums“, die Josephinische Toleranzpolitik und jüdische Familiengeschichten zwischen New York und Osteuropa. Der Band bietet somit einen facettenreichen Einblick in die komplexe Identität und die Herausforderungen der jüdischen Gemeinschaften im 20. Jahrhundert.

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"Ostjuden" - Geschichte und Mythos, Philipp Mettauer

Język
Rok wydania
2015
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
"Ostjuden" - Geschichte und Mythos
Język
niemiecki
Rok wydania
2015
Oprawa
twarda
Liczba stron
232
ISBN10
3706554119
ISBN13
9783706554114
Seria
Opis
Um 1900 erlebte die jüdische Welt Europas tiefgreifende Veränderungen. Pogrome und wirtschaftliche Not führten dazu, dass Tausende osteuropäische Jüdinnen und Juden nach Palästina, Amerika und in mitteleuropäische Metropolen migrierten. Dort begegneten die traditionell und religiös geprägten „Ostjuden“ den weitgehend integrierten „Westjuden“. In diesem neuen Umfeld wurden sie oft zum Objekt von Projektionen, die zwischen dem Klischee des rückständigen und dem Ideal des „authentischen“ Judentums schwankten. Der Tagungsband zur Sommerakademie des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs dekonstruiert den Begriff „Ostjuden“ und beleuchtet jüdische Lebenswelten im Spannungsfeld von Selbstwahrnehmung und Fremdzuschreibung im globalen Kontext. Die Erkenntnisse aus Geschichte, Kultur- und Literaturwissenschaften hinterfragen statische Mythen und korrigieren aktuelle Stereotype. Beiträge thematisieren unter anderem die (Selbst-)Verortung osteuropäischer Juden, die Integration galizischer Juden in Wien, Begriffskonstruktionen des „Ostjudentums“, die Josephinische Toleranzpolitik und jüdische Familiengeschichten zwischen New York und Osteuropa. Der Band bietet somit einen facettenreichen Einblick in die komplexe Identität und die Herausforderungen der jüdischen Gemeinschaften im 20. Jahrhundert.