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Der Kunstmann

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1 Mensch und 2 Namen, 1 Leben und 2 Geschichten, 1 Kopf und 2 Ideologien: Woran kann man sich halten im Umgang mit einem Menschen, der zwei Biografien hat? Wir wissen schon ziemlich genau, wie einer zum Nazi wird. Aber wie verlernt man einer zu sein? Eisner ist nicht der, der er zu sein vorgibt. Als hochrangiger Mitarbeiter der SS-Organisation „Ahnenerbe“ heißt er Josef Engler. 1945 schafft er sich als Josef Eisner eine neue, humanistischen Prinzipien verpflichtete Identität. Er wird zum angesehenen Literaturwissenschaftler, der unter Ausschluß der persönlichen Geschichte die mörderischen Irrtümer seines ersten Lebens korrigieren will. Als der Betrug auffliegt, sucht sein ehemaliger Assistent Roland Klement nach Antworten. Was bedeutet es, mißtrauen zu müssen? Wohin führt es einen, der gelernt hat, die Dinge auf Abstand zu halten, wenn ihn sein Leitbild und Förderer radikal enttäuscht? Was bleibt, wenn sich die Lebensgeschichten nicht mehr zusammenfügen lassen, wenn die Annahmen, in denen man es sich eingerichtet hat, nicht mehr gelten und die Flucht in schnelle Urteile ebenso unmöglich wird wie ein Fazit? In ihrem erstaunlich souveränen Debüt gelingt es Gudrun Seidenauer, gleichermaßen distanziert und einfühlsam, sich und den Leser mit einem längst nicht aufgearbeiteten Kapitel der Vergangenheit zu konfrontieren.

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Der Kunstmann, Gudrun Seidenauer

Język
Rok wydania
2005
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Der Kunstmann
Język
niemiecki
Rok wydania
2005
Oprawa
twarda
Liczba stron
223
ISBN10
3701714029
ISBN13
9783701714025
Seria
Ocena
4 z 5
Opis
1 Mensch und 2 Namen, 1 Leben und 2 Geschichten, 1 Kopf und 2 Ideologien: Woran kann man sich halten im Umgang mit einem Menschen, der zwei Biografien hat? Wir wissen schon ziemlich genau, wie einer zum Nazi wird. Aber wie verlernt man einer zu sein? Eisner ist nicht der, der er zu sein vorgibt. Als hochrangiger Mitarbeiter der SS-Organisation „Ahnenerbe“ heißt er Josef Engler. 1945 schafft er sich als Josef Eisner eine neue, humanistischen Prinzipien verpflichtete Identität. Er wird zum angesehenen Literaturwissenschaftler, der unter Ausschluß der persönlichen Geschichte die mörderischen Irrtümer seines ersten Lebens korrigieren will. Als der Betrug auffliegt, sucht sein ehemaliger Assistent Roland Klement nach Antworten. Was bedeutet es, mißtrauen zu müssen? Wohin führt es einen, der gelernt hat, die Dinge auf Abstand zu halten, wenn ihn sein Leitbild und Förderer radikal enttäuscht? Was bleibt, wenn sich die Lebensgeschichten nicht mehr zusammenfügen lassen, wenn die Annahmen, in denen man es sich eingerichtet hat, nicht mehr gelten und die Flucht in schnelle Urteile ebenso unmöglich wird wie ein Fazit? In ihrem erstaunlich souveränen Debüt gelingt es Gudrun Seidenauer, gleichermaßen distanziert und einfühlsam, sich und den Leser mit einem längst nicht aufgearbeiteten Kapitel der Vergangenheit zu konfrontieren.