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Europa erlesen - Porto

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Porto, seit Jahrhunderten das Handelszentrum Nordportugals und die zweitgrößte Stadt des Landes, „überrascht durch seine erhabene Lage“, wie schon der berühmte Botaniker Heinrich Friedrich Link feststellte. Und nirgends bietet die „Reiterstadt, die ihre Granithufe in den Fluß taucht und die Hügel im Galopp nimmt“, dem Zugreisenden einen gewaltigeren Anblick als von der Bahnbrücke über dem Douro. Mit José Saramago, Nobelpreisträger des Jahres 1997, beginnen wir unseren Rundgang auf den „Stufen der Wahrheit“, gehen hinunter zur Ribeira, wo Manuel de Oliveira seinen Kultfilm Aniki-Bobo drehte, und erfahren von Duque, dem „Flußherzog“, wie man die Leichen aus dem Douro fischt; wir essen in dem einst verrufenen und heute „gentrifizierten“ Viertel Barredo mit Fernando Pessoa „Kutteln nach Porto-Art“; lauschen dem Monolog der 85-jährigen „Ferreirinha“, in deren „Charakter einer Nordportugiesin weder die Niederlage noch die Klage, noch die Ungeduld, noch die Melancholie“ zu finden sind. Porto, das ist auch die Stadt der Freiheit, wo Ende des 19. Jahrhunderts der erste Versuch stattfand, eine Republik zu errichten, und von wo während des Spanischen Bürgerkriegs über Schleichwege nach Galicia Unterstützung für die „rojos“ kam. Schließlich suchen wir noch die letzten „hartnäckigen Widerständler der Gegenwart“ auf, die, so wie wir, wohl keine Ahnung hatten, dass einst Trotzki in ihrer Stadt bei einem Musikologen Zuflucht fand.

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Europa erlesen - Porto, Ilse Pollack

Język
Rok wydania
2017
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Europa erlesen - Porto
Język
niemiecki
Wydawca
Wieser
Rok wydania
2017
Oprawa
twarda
ISBN10
3851293673
ISBN13
9783851293678
Seria
Tagi
Opis
Porto, seit Jahrhunderten das Handelszentrum Nordportugals und die zweitgrößte Stadt des Landes, „überrascht durch seine erhabene Lage“, wie schon der berühmte Botaniker Heinrich Friedrich Link feststellte. Und nirgends bietet die „Reiterstadt, die ihre Granithufe in den Fluß taucht und die Hügel im Galopp nimmt“, dem Zugreisenden einen gewaltigeren Anblick als von der Bahnbrücke über dem Douro. Mit José Saramago, Nobelpreisträger des Jahres 1997, beginnen wir unseren Rundgang auf den „Stufen der Wahrheit“, gehen hinunter zur Ribeira, wo Manuel de Oliveira seinen Kultfilm Aniki-Bobo drehte, und erfahren von Duque, dem „Flußherzog“, wie man die Leichen aus dem Douro fischt; wir essen in dem einst verrufenen und heute „gentrifizierten“ Viertel Barredo mit Fernando Pessoa „Kutteln nach Porto-Art“; lauschen dem Monolog der 85-jährigen „Ferreirinha“, in deren „Charakter einer Nordportugiesin weder die Niederlage noch die Klage, noch die Ungeduld, noch die Melancholie“ zu finden sind. Porto, das ist auch die Stadt der Freiheit, wo Ende des 19. Jahrhunderts der erste Versuch stattfand, eine Republik zu errichten, und von wo während des Spanischen Bürgerkriegs über Schleichwege nach Galicia Unterstützung für die „rojos“ kam. Schließlich suchen wir noch die letzten „hartnäckigen Widerständler der Gegenwart“ auf, die, so wie wir, wohl keine Ahnung hatten, dass einst Trotzki in ihrer Stadt bei einem Musikologen Zuflucht fand.