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Leben ungeschminkt

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  • 172 strony
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Auf dem Rückweg von einer Indianerkonferenz saß Alfredo neben mir auf dem Beifahrersitz unseres vollbesetzten Landrovers. Es war windig, kalt und dunkel. Ich schaltete die Heizung an und eine angenehme Wärme breitete sich aus. Alfredo wurde immer unruhiger und sah sich überall um. Nach einiger Zeit fragte er mich sichtlich verwirrt: „Wo hast du dein Feuer gemacht?“ Erst verstand ich nicht, doch dann ging mir ein Licht auf: Er meinte die angenehme Wärme im Wagen. Natürlich, wenn ihm kalt war, machte er in seiner Strohhütte ein Feuer und setzte sich daneben. Dass man in einem fahrenden Auto so etwas auch tun konnte, hatte er bis dahin noch nicht erlebt. Als ich ihn nach 2 Stunden Fahrt vor seiner Hütte absetzte, meinte er: „Ich steige nicht aus, dein Feuer gefällt mir!“ Geht es uns nicht manchmal auch so? Wir haben feste Vorstellungen, wie alles funktioniert oder wie Gott uns helfen sollte. Aber er geht oft ganz andere Wege, um uns zu „erwärmen“. Trauen wir es Gott zu, über unser Verstehen hinaus in unser Leben hineinzuwirken?

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Leben ungeschminkt, Hermann Findeisen

Język
Rok wydania
2009
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Leben ungeschminkt
Język
niemiecki
Wydawca
Francke
Rok wydania
2009
Oprawa
miękka
Liczba stron
172
ISBN10
3868270485
ISBN13
9783868270488
Seria
Tagi
Opis
Auf dem Rückweg von einer Indianerkonferenz saß Alfredo neben mir auf dem Beifahrersitz unseres vollbesetzten Landrovers. Es war windig, kalt und dunkel. Ich schaltete die Heizung an und eine angenehme Wärme breitete sich aus. Alfredo wurde immer unruhiger und sah sich überall um. Nach einiger Zeit fragte er mich sichtlich verwirrt: „Wo hast du dein Feuer gemacht?“ Erst verstand ich nicht, doch dann ging mir ein Licht auf: Er meinte die angenehme Wärme im Wagen. Natürlich, wenn ihm kalt war, machte er in seiner Strohhütte ein Feuer und setzte sich daneben. Dass man in einem fahrenden Auto so etwas auch tun konnte, hatte er bis dahin noch nicht erlebt. Als ich ihn nach 2 Stunden Fahrt vor seiner Hütte absetzte, meinte er: „Ich steige nicht aus, dein Feuer gefällt mir!“ Geht es uns nicht manchmal auch so? Wir haben feste Vorstellungen, wie alles funktioniert oder wie Gott uns helfen sollte. Aber er geht oft ganz andere Wege, um uns zu „erwärmen“. Trauen wir es Gott zu, über unser Verstehen hinaus in unser Leben hineinzuwirken?