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Die ethnologische Studie untersucht die moralische Erziehung adoleszenter sunnitischer Muslime in Duschanbe, Tadschikistan, im Kontext von sowjetischer Vergangenheit, Postsozialismus und Moderne. Sie integriert erziehungswissenschaftliche Ansätze und beleuchtet die moralische Erziehung in muslimischen Familien, staatlichen Mittelschulen und religiösen Kursen, die in privaten Räumen oder Nachbarschaftsmoscheen stattfinden. Diese Prozesse verdeutlichen, dass die Moralerziehung in städtischem Tadschikistan eng mit der islamischen Religion verbunden ist. Der Islam spielt eine zentrale Rolle in der Erziehung heranreifender Jugendlicher und spiegelt ein neu erwachtes religiöses Bewusstsein wider. Gleichzeitig zeigen die Erziehungsvorstellungen und -praktiken ein muslimisches Selbstverständnis, das als Erbe sowjetischen Alltagslebens, insbesondere im Denken und Handeln der Elterngeneration, erkennbar ist. Die zunehmende Beliebtheit privater religiöser Kurse als Erziehungs- und Disziplinierungsmethode sowie alternative Freizeitgestaltung für junge Muslime belegt die Entsäkularisierung öffentlicher Güter wie Erziehung. Gleichzeitig wird der Islam als moralische Ressource in die weltlichen Strukturen des tadschikischen Nationalstaates integriert und findet als säkularisierte Religion Eingang in die Lehrpläne des staatlichen Ethikunterrichts.
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Das Bedürfnis nach Ausgewogenheit, Manja Stephan
- Język
- Rok wydania
- 2010
- Oprawa
- (miękka)
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- Tytuł
- Das Bedürfnis nach Ausgewogenheit
- Język
- niemiecki
- Autorzy
- Manja Stephan
- Wydawca
- ERGON-Verl.
- Rok wydania
- 2010
- Oprawa
- miękka
- Liczba stron
- 332
- ISBN10
- 3899137477
- ISBN13
- 9783899137477
- Seria
- Kategorie
- Opis
- Die ethnologische Studie untersucht die moralische Erziehung adoleszenter sunnitischer Muslime in Duschanbe, Tadschikistan, im Kontext von sowjetischer Vergangenheit, Postsozialismus und Moderne. Sie integriert erziehungswissenschaftliche Ansätze und beleuchtet die moralische Erziehung in muslimischen Familien, staatlichen Mittelschulen und religiösen Kursen, die in privaten Räumen oder Nachbarschaftsmoscheen stattfinden. Diese Prozesse verdeutlichen, dass die Moralerziehung in städtischem Tadschikistan eng mit der islamischen Religion verbunden ist. Der Islam spielt eine zentrale Rolle in der Erziehung heranreifender Jugendlicher und spiegelt ein neu erwachtes religiöses Bewusstsein wider. Gleichzeitig zeigen die Erziehungsvorstellungen und -praktiken ein muslimisches Selbstverständnis, das als Erbe sowjetischen Alltagslebens, insbesondere im Denken und Handeln der Elterngeneration, erkennbar ist. Die zunehmende Beliebtheit privater religiöser Kurse als Erziehungs- und Disziplinierungsmethode sowie alternative Freizeitgestaltung für junge Muslime belegt die Entsäkularisierung öffentlicher Güter wie Erziehung. Gleichzeitig wird der Islam als moralische Ressource in die weltlichen Strukturen des tadschikischen Nationalstaates integriert und findet als säkularisierte Religion Eingang in die Lehrpläne des staatlichen Ethikunterrichts.



