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Freiheit und Rationalität

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Kierkegaards Denken steht ohne Frage in Kontinuität zur Epoche der klassischen deutschen Philosophie. Dass es aber nicht nur Fichte, Schelling und Hegel waren, die für Kierkegaard eine Rolle gespielt haben, sondern er sich vielmehr explizit in die gedankliche Nachfolge Jacobis stellt, ist bisher nahezu unbemerkt geblieben. Insbesondere in den ‚Philosophischen Brocken‘ und in deren ‚Abschließender unwissenschaftlicher Nachschrift‘ bilden die Referenzen auf Jacobi systematisch entscheidende Gelenkstellen in der Entwicklung und argumentativen Entfaltung der dort präsentierten Position einer existenziellen Ethik. In der ‚Nachschrift‘ installiert Kierkegaard eine ausführliche Diskussion von Jacobis Figur eines Salto mortale, von der her er sowohl seine Handlungs- als auch seine Kommunikationstheorie einer ‚indirekten Mitteilung‘ entwirft. Diese so spezifizierte Ethik der ‚Nachschrift‘ ist vor allem aber bereits in den ‚Brocken‘ mithilfe von Jacobis Argument eines wesentlichen Unterschieds der Begriffe von Grund und Ursache modalontologisch fundiert worden. Erst vor dem Hintergrund dieser Auseinandersetzung mit Jacobi ist Kierkegaards schriftstellerische Tätigkeit als der einheitliche Versuch zu verstehen, die Freiheit und Verantwortung des Einzelnen gegen eine verabsolutierte Rationalität in Stellung zu bringen.

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Freiheit und Rationalität, Majk Feldmeier

Język
Rok wydania
2023
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Freiheit und Rationalität
Język
niemiecki
Wydawca
De Gruyter
Rok wydania
2023
Oprawa
twarda
Liczba stron
279
ISBN10
3110999854
ISBN13
9783110999853
Seria
Opis
Kierkegaards Denken steht ohne Frage in Kontinuität zur Epoche der klassischen deutschen Philosophie. Dass es aber nicht nur Fichte, Schelling und Hegel waren, die für Kierkegaard eine Rolle gespielt haben, sondern er sich vielmehr explizit in die gedankliche Nachfolge Jacobis stellt, ist bisher nahezu unbemerkt geblieben. Insbesondere in den ‚Philosophischen Brocken‘ und in deren ‚Abschließender unwissenschaftlicher Nachschrift‘ bilden die Referenzen auf Jacobi systematisch entscheidende Gelenkstellen in der Entwicklung und argumentativen Entfaltung der dort präsentierten Position einer existenziellen Ethik. In der ‚Nachschrift‘ installiert Kierkegaard eine ausführliche Diskussion von Jacobis Figur eines Salto mortale, von der her er sowohl seine Handlungs- als auch seine Kommunikationstheorie einer ‚indirekten Mitteilung‘ entwirft. Diese so spezifizierte Ethik der ‚Nachschrift‘ ist vor allem aber bereits in den ‚Brocken‘ mithilfe von Jacobis Argument eines wesentlichen Unterschieds der Begriffe von Grund und Ursache modalontologisch fundiert worden. Erst vor dem Hintergrund dieser Auseinandersetzung mit Jacobi ist Kierkegaards schriftstellerische Tätigkeit als der einheitliche Versuch zu verstehen, die Freiheit und Verantwortung des Einzelnen gegen eine verabsolutierte Rationalität in Stellung zu bringen.