Bookbot

Vom Antlitz zur Maske

Parametry

  • 152 strony
  • 6 godzin czytania

Więcej o książce

Im Jahr 1998 forschte die Abteilung Archäologische Biologie und Anthropologie des Naturhistorischen Museums Wien nach der Herkunft von 19 Lebendmasken, Haarproben und weiteren Materialien aus der Sammlung „Stadion 1939“. Es stellte sich heraus, dass der damalige Abteilungsleiter 440 Menschen rassenanthropologisch untersuchen ließ, die ihm die Gestapo im Wiener Praterstadion, wo über 1.000 staatenlose Juden zusammengetrieben wurden, zur Verfügung stellte. Bei den Recherchen wurden Briefe des Hauptfriedhofs Weimar entdeckt, die zeigten, dass alle Untersuchten nach ihrer Erfassung nach Weimar deportiert wurden und in Buchenwald dem ersten Massenmord in einem deutschen Konzentrationslager zum Opfer fielen – kaum einer überlebte. Eine von Dani Karavan gestaltete Ausstellung im Kulturstadtjahr 1999 präsentierte diese Relikte und wählte einen Balanceakt zwischen Memorialausstellung und der öffentlichen Darstellung eines corpus delicti. Der Katalog, reich an eindrucksvollen Bildern, versammelt Kurzbiographien und Zeitzeugengespräche, beleuchtet das kulturelle und politische Umfeld in Wien und Weimar und dokumentiert das Vorgehen der SS und der Anthropologen. Im Mittelpunkt stehen die Menschen; wissenschaftlich unsinnige „anthropometrische“ Aufnahmen und Masken lassen die verlorenen Leben wieder aufscheinen. Ergänzt wird der Katalog durch Zeichnungen von Goethe, die dessen Blick auf Weimar und Thüringen zeigen und den Zivilisationsbru

Zakup książki

Vom Antlitz zur Maske, Volkhard Knigge

Język
Rok wydania
1999
Oprawa
(miękka)
Jak tylko się pojawi, wyślemy Ci wiadomość e-mail.

Metody płatności

Nikt jeszcze nie ocenił.Oceń

Tytuł
Vom Antlitz zur Maske
Język
niemiecki
Rok wydania
1999
Oprawa
miękka
Liczba stron
152
ISBN10
3935598009
ISBN13
9783935598002
Seria
Opis
Im Jahr 1998 forschte die Abteilung Archäologische Biologie und Anthropologie des Naturhistorischen Museums Wien nach der Herkunft von 19 Lebendmasken, Haarproben und weiteren Materialien aus der Sammlung „Stadion 1939“. Es stellte sich heraus, dass der damalige Abteilungsleiter 440 Menschen rassenanthropologisch untersuchen ließ, die ihm die Gestapo im Wiener Praterstadion, wo über 1.000 staatenlose Juden zusammengetrieben wurden, zur Verfügung stellte. Bei den Recherchen wurden Briefe des Hauptfriedhofs Weimar entdeckt, die zeigten, dass alle Untersuchten nach ihrer Erfassung nach Weimar deportiert wurden und in Buchenwald dem ersten Massenmord in einem deutschen Konzentrationslager zum Opfer fielen – kaum einer überlebte. Eine von Dani Karavan gestaltete Ausstellung im Kulturstadtjahr 1999 präsentierte diese Relikte und wählte einen Balanceakt zwischen Memorialausstellung und der öffentlichen Darstellung eines corpus delicti. Der Katalog, reich an eindrucksvollen Bildern, versammelt Kurzbiographien und Zeitzeugengespräche, beleuchtet das kulturelle und politische Umfeld in Wien und Weimar und dokumentiert das Vorgehen der SS und der Anthropologen. Im Mittelpunkt stehen die Menschen; wissenschaftlich unsinnige „anthropometrische“ Aufnahmen und Masken lassen die verlorenen Leben wieder aufscheinen. Ergänzt wird der Katalog durch Zeichnungen von Goethe, die dessen Blick auf Weimar und Thüringen zeigen und den Zivilisationsbru