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Lissabonleipzig

Ein Projekt. Aus dem Portugiesischen von Markus Sahr

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Teil 1: Die unerwartete Begegnung des Verschiedenartigen. Teil 2: Die Musikprobe. Beide Teile in einem Band. In Lissabonleipzig wird die Poesie von Künstlern, Komponisten, Dichtern und Philosophen lebendig, deren geistige Wurzeln in die Vor­geschichte der europäischen Gewissensfreiheit reichen. Llansol erkennt, dass Gewissensfreiheit ohne poetische Grundlagen zu einer gefährlichen Rückentwicklung führt, die in Fundamentalismen mündet. Die innewohnende Poesie ist entscheidender als die Meinungen, die wir über die Dinge haben. Llansol empfand die Konventionen traditioneller Literatur als einschränkend und wandte sich von verbrauchten Romanthemen ab. Sie interessierte sich weniger für realistische Beschreibungen als für die Sprache als Mittel zur Erfassung der Vielfalt des Lebens. In ihrem Tagebuch äußerte sie 1985: „Literatur an sich gibt es nicht. Der Schreibende muss nur wissen, in welche Welt er eintauchen möchte.“ In ihren Texten entwirft Llansol einen Gegenentwurf zu nationalistischen Sichtweisen, indem sie historische Figuren wie Meister Eckart und Johann Sebastian Bach mit Spinoza und Emily Dickinson in Dialog setzt. Sie thematisiert nicht den Ruhm portugiesischer Entdecker, sondern die sozialen Verwerfungen der Neuzeit und die Kämpfe zwischen Fürsten und Bauern, wobei die mitteldeutsche Landschaft ihre Phantasie anregt. Einzigartig in der portugiesischen Literatur ist Llansols Analyse der geistigen Verwandtschaft zwi

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Lissabonleipzig, Maria Gabriela Llansol

Język
Rok wydania
2022
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Lissabonleipzig
Podtytuł
Ein Projekt. Aus dem Portugiesischen von Markus Sahr
Język
niemiecki
Rok wydania
2022
Oprawa
miękka
Liczba stron
386
ISBN10
3866602774
ISBN13
9783866602779
Seria
Ocena
4 z 5
Opis
Teil 1: Die unerwartete Begegnung des Verschiedenartigen. Teil 2: Die Musikprobe. Beide Teile in einem Band. In Lissabonleipzig wird die Poesie von Künstlern, Komponisten, Dichtern und Philosophen lebendig, deren geistige Wurzeln in die Vor­geschichte der europäischen Gewissensfreiheit reichen. Llansol erkennt, dass Gewissensfreiheit ohne poetische Grundlagen zu einer gefährlichen Rückentwicklung führt, die in Fundamentalismen mündet. Die innewohnende Poesie ist entscheidender als die Meinungen, die wir über die Dinge haben. Llansol empfand die Konventionen traditioneller Literatur als einschränkend und wandte sich von verbrauchten Romanthemen ab. Sie interessierte sich weniger für realistische Beschreibungen als für die Sprache als Mittel zur Erfassung der Vielfalt des Lebens. In ihrem Tagebuch äußerte sie 1985: „Literatur an sich gibt es nicht. Der Schreibende muss nur wissen, in welche Welt er eintauchen möchte.“ In ihren Texten entwirft Llansol einen Gegenentwurf zu nationalistischen Sichtweisen, indem sie historische Figuren wie Meister Eckart und Johann Sebastian Bach mit Spinoza und Emily Dickinson in Dialog setzt. Sie thematisiert nicht den Ruhm portugiesischer Entdecker, sondern die sozialen Verwerfungen der Neuzeit und die Kämpfe zwischen Fürsten und Bauern, wobei die mitteldeutsche Landschaft ihre Phantasie anregt. Einzigartig in der portugiesischen Literatur ist Llansols Analyse der geistigen Verwandtschaft zwi