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Seine Kritiker nannten ihn den „Boulevardkanzler“. Ex-SPÖ-Regierungschef Werner Faymann hatte ein enges Verhältnis zu Boulevardzeitungen, die für großzügige, mit Steuergeld finanzierte Werbeschaltungen freundliche Berichterstattung erhielten. Die inoffizielle Devise lautete: „Good news for cash“. Sogar die Staatsanwaltschaft interessierte sich für diese Vorgänge. Was Faymann im großen Stil betrieb, hat die türkise ÖVP unter Sebastian Kurz perfektioniert, wobei sich die Werbeausgaben der Bundesregierung in Zeitungen auf 3 Millionen Euro pro Monat verdreifachten. Dies geschah in einem Markt, der durch die Digitalisierung zunehmend unter Druck gerät, während Inserenten zu Google und Facebook abwandern. Die Politik füllt diese Lücke gezielt mit Geld. „Näher als erlaubt“ deckt ein Netzwerk von Abhängigkeiten auf. Eine Datenbank der FH Joanneum zeigt Geldflüsse, die bisher in unlesbaren Zahlen verborgen waren. Dabei wird deutlich, dass nicht nur Wiener Gratiszeitungen hohe Beträge erhalten, sondern auch einige Qualitätsblätter. Das Buch beschreibt, wie durch geschickte Gesetzesformulierungen Millionen Euro zur Förderung von Parteizeitungen und profitablen Medienkonzernen verschoben wurden, während kleinere Publikationen nur mit Brosamen bedacht werden. Es benennt konkrete Vorfälle, in denen öffentliches Geld als Druckmittel gegen die Pressefreiheit eingesetzt wurde – ein Medienthriller, der mitten in Österreich spielt.
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Näher als erlaubt, Andreas Wetz
- Język
- Rok wydania
- 2021
- Oprawa
- (miękka),
- Stan książki
- Dobry
- Cena
- 5,92 zł
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- Tytuł
- Näher als erlaubt
- Język
- niemiecki
- Autorzy
- Andreas Wetz
- Wydawca
- VGN Buch
- Rok wydania
- 2021
- Oprawa
- miękka
- Liczba stron
- 184
- ISBN10
- 3200078774
- ISBN13
- 9783200078772
- Seria
- Ocena
- 4 z 5
- Opis
- Seine Kritiker nannten ihn den „Boulevardkanzler“. Ex-SPÖ-Regierungschef Werner Faymann hatte ein enges Verhältnis zu Boulevardzeitungen, die für großzügige, mit Steuergeld finanzierte Werbeschaltungen freundliche Berichterstattung erhielten. Die inoffizielle Devise lautete: „Good news for cash“. Sogar die Staatsanwaltschaft interessierte sich für diese Vorgänge. Was Faymann im großen Stil betrieb, hat die türkise ÖVP unter Sebastian Kurz perfektioniert, wobei sich die Werbeausgaben der Bundesregierung in Zeitungen auf 3 Millionen Euro pro Monat verdreifachten. Dies geschah in einem Markt, der durch die Digitalisierung zunehmend unter Druck gerät, während Inserenten zu Google und Facebook abwandern. Die Politik füllt diese Lücke gezielt mit Geld. „Näher als erlaubt“ deckt ein Netzwerk von Abhängigkeiten auf. Eine Datenbank der FH Joanneum zeigt Geldflüsse, die bisher in unlesbaren Zahlen verborgen waren. Dabei wird deutlich, dass nicht nur Wiener Gratiszeitungen hohe Beträge erhalten, sondern auch einige Qualitätsblätter. Das Buch beschreibt, wie durch geschickte Gesetzesformulierungen Millionen Euro zur Förderung von Parteizeitungen und profitablen Medienkonzernen verschoben wurden, während kleinere Publikationen nur mit Brosamen bedacht werden. Es benennt konkrete Vorfälle, in denen öffentliches Geld als Druckmittel gegen die Pressefreiheit eingesetzt wurde – ein Medienthriller, der mitten in Österreich spielt.


