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Ehrfurcht

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Die Ehrfurcht "ermutigt alles zu sich selbst" (Romana Guardini). Entsprungen aus der menschlichen Urerfahrung, die die Wirklichkeit als Geheimnis erfahrt und anerkennt, aussert sie sich zunachst im Staunen und der dialektischen Spannung von betrachtender Nahe und scheuer Distanz, die das Gegenuber und sich selbst in seinem jeweiligen Eigensein wahrnimmt. In der Theologie steht die Ehrfurcht fur das Ergriffensein von der Wirklichkeit des liebenden Gottes, auch im Bewusstsein des unendlichen qualitativen Unterschiedes zwischen Mensch und Gott (Karl Barth). Die Ehrfurcht erscheint in diesem Zusammenhang als Heilmittel gegen eine "elementare Entsicherung" (Eberhard Jungel), die einer vorschnellen begrifflichen Sicherung Gottes, einer "Logologie" anstelle einer Theologie, wehrt. In der Liturgie pragt die Ehrfurcht das Geschehen der Begegnung zwischen Gott und Mensch, das uber ein Sprachgeschehen hinaus die sakramentale Wirklichkeit umschreibt. In ethischer Hinsicht erscheint sie als eine Grundhaltung, die die Beziehung zu Gott, Mensch und gesamter Schopfung pragt, so besonders in der von Albert Schweitzer gepragten Ethik der "Ehrfurcht vor dem Leben". Das Quatemberheft mochte die Ehrfurcht als theologische und ethische Grundhaltung beschreiben, die auch eine politisch-gesellschaftliche Zeitgenossenschaft in verbindlicher Nahe und achtsamer Distanz pragt.

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Ehrfurcht, Heiko Wulfert

Język
Rok wydania
2024
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Ehrfurcht
Język
niemiecki
Rok wydania
2024
Oprawa
miękka
Liczba stron
80
ISBN10
3374075886
ISBN13
9783374075881
Seria
Opis
Die Ehrfurcht "ermutigt alles zu sich selbst" (Romana Guardini). Entsprungen aus der menschlichen Urerfahrung, die die Wirklichkeit als Geheimnis erfahrt und anerkennt, aussert sie sich zunachst im Staunen und der dialektischen Spannung von betrachtender Nahe und scheuer Distanz, die das Gegenuber und sich selbst in seinem jeweiligen Eigensein wahrnimmt. In der Theologie steht die Ehrfurcht fur das Ergriffensein von der Wirklichkeit des liebenden Gottes, auch im Bewusstsein des unendlichen qualitativen Unterschiedes zwischen Mensch und Gott (Karl Barth). Die Ehrfurcht erscheint in diesem Zusammenhang als Heilmittel gegen eine "elementare Entsicherung" (Eberhard Jungel), die einer vorschnellen begrifflichen Sicherung Gottes, einer "Logologie" anstelle einer Theologie, wehrt. In der Liturgie pragt die Ehrfurcht das Geschehen der Begegnung zwischen Gott und Mensch, das uber ein Sprachgeschehen hinaus die sakramentale Wirklichkeit umschreibt. In ethischer Hinsicht erscheint sie als eine Grundhaltung, die die Beziehung zu Gott, Mensch und gesamter Schopfung pragt, so besonders in der von Albert Schweitzer gepragten Ethik der "Ehrfurcht vor dem Leben". Das Quatemberheft mochte die Ehrfurcht als theologische und ethische Grundhaltung beschreiben, die auch eine politisch-gesellschaftliche Zeitgenossenschaft in verbindlicher Nahe und achtsamer Distanz pragt.