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Thomas von Aquin - oder wie aus einem Intellektuellen ein Mystiker (gemacht) wird

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1957 hat der franzosische Benediktiner Jean Leclerq (1911-1993) in seiner kleinen, aber feinen Studie mit dem sprechenden Titel L'amour des lettres et le desir de Dieu auf das schwierige Verhaltnis aufmerksam gemacht, das 'Wissenschaft' und 'Gottverlangen' im abendlandischen Monchtum bald vereint, bald auseinandertreibt. Mit dieser Herausforderung hatten die suditalienischen Dominikaner im Jahr 1317 zu kampfen, als sie sich entschlossen, die Heiligsprechung ihres beruhmten Landsmannes, Lehrers und Ordensbruders Thomas von Aquin (gest. 1274) in die Wege zu leiten. Dieser Mann namlich hatte zeitlebens kaum etwas anderes getan als gelesen und geschrieben, zum Teil an mehreren Buchern zugleich, wie seine Bewunderer gerne bemerkten. Heute wurden wir ihn als einen waschechten Intellektuellen, als einen reinen Verstandesmenschen begreifen. Aus diesem in vielerlei Hinsicht ungewohnlichen Gelehrten, dessen Ideen bis heute nachwirken, wollten seine suditalienischen Ordensbruder zu Beginn des 14. Jahrhunderts einen Heiligen machen. So etwas hatte es in dieser Extremform noch nicht gegeben; das machte das Projekt fur alle Beteiligten zu einer unerhorten Herausforderung!

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Thomas von Aquin - oder wie aus einem Intellektuellen ein Mystiker (gemacht) wird, Gabriela Signori

Język
Rok wydania
2022
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Thomas von Aquin - oder wie aus einem Intellektuellen ein Mystiker (gemacht) wird
Język
niemiecki
Wydawca
Hirzel
Rok wydania
2022
Oprawa
twarda
Liczba stron
218
ISBN10
3777630918
ISBN13
9783777630915
Seria
Opis
1957 hat der franzosische Benediktiner Jean Leclerq (1911-1993) in seiner kleinen, aber feinen Studie mit dem sprechenden Titel L'amour des lettres et le desir de Dieu auf das schwierige Verhaltnis aufmerksam gemacht, das 'Wissenschaft' und 'Gottverlangen' im abendlandischen Monchtum bald vereint, bald auseinandertreibt. Mit dieser Herausforderung hatten die suditalienischen Dominikaner im Jahr 1317 zu kampfen, als sie sich entschlossen, die Heiligsprechung ihres beruhmten Landsmannes, Lehrers und Ordensbruders Thomas von Aquin (gest. 1274) in die Wege zu leiten. Dieser Mann namlich hatte zeitlebens kaum etwas anderes getan als gelesen und geschrieben, zum Teil an mehreren Buchern zugleich, wie seine Bewunderer gerne bemerkten. Heute wurden wir ihn als einen waschechten Intellektuellen, als einen reinen Verstandesmenschen begreifen. Aus diesem in vielerlei Hinsicht ungewohnlichen Gelehrten, dessen Ideen bis heute nachwirken, wollten seine suditalienischen Ordensbruder zu Beginn des 14. Jahrhunderts einen Heiligen machen. So etwas hatte es in dieser Extremform noch nicht gegeben; das machte das Projekt fur alle Beteiligten zu einer unerhorten Herausforderung!