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Zwischen Ordensregel und politischer Gefolgschaft

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Im Mittelpunkt dieser Untersuchung steht Alban [Jakob] Schachleiter, Benediktinermönch und Abt (1861-1937) als Person mit wechselnden Loyalitäten – eine schillernde Persönlichkeit, "monachus eruditus" seiner Kongregation, musikbegeistert, kunstbeflissen. Mit dem Sturz der Habsburgermonarchie wurde er zum "Fall", sah sich als Opfer der "neuen Zeit". Im Exil fand er neue und falsche Freunde, die ihm Öffentlichkeit verschafften, während ihm seine Loyalität zu seinem Orden und zur Kirche Zurückhaltung, Disziplin und Rückzug in ein Kloster abforderte. Zu selten und zu spät erkannte der "abbas vagans", dass er gegenüber der NS-Politik als Statist nichts oder nur wenig erreichen konnte. Fragwürdige Handlungsmotive bestimmten sein Wandeln auf höchst schmalem Grat, sein Verhalten gegenüber Wegbegleitern und kirchlichen Oberen barg Enttäuschungen und verletzte "alte Freunde". Dem vom "Führer" persönlich angeordneten Staatsbegräbnis als Propagandaakt folgte schlagartig ein "Versenken ins Vergessen" durch NS-Staat und Partei und eine "damnatio memoriae" als "Geschichte nach der Geschichte" - ein Lehrstück, was die Verführbarkeit von Intellektuellen angeht, sobald ihnen die Politik eine Bühne bietet.

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Zwischen Ordensregel und politischer Gefolgschaft, Willi Eisele

Język
Rok wydania
2022
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Zwischen Ordensregel und politischer Gefolgschaft
Język
niemiecki
Wydawca
LIT Verlag
Rok wydania
2022
Oprawa
miękka
Liczba stron
314
ISBN10
3643145187
ISBN13
9783643145185
Seria
Opis
Im Mittelpunkt dieser Untersuchung steht Alban [Jakob] Schachleiter, Benediktinermönch und Abt (1861-1937) als Person mit wechselnden Loyalitäten – eine schillernde Persönlichkeit, "monachus eruditus" seiner Kongregation, musikbegeistert, kunstbeflissen. Mit dem Sturz der Habsburgermonarchie wurde er zum "Fall", sah sich als Opfer der "neuen Zeit". Im Exil fand er neue und falsche Freunde, die ihm Öffentlichkeit verschafften, während ihm seine Loyalität zu seinem Orden und zur Kirche Zurückhaltung, Disziplin und Rückzug in ein Kloster abforderte. Zu selten und zu spät erkannte der "abbas vagans", dass er gegenüber der NS-Politik als Statist nichts oder nur wenig erreichen konnte. Fragwürdige Handlungsmotive bestimmten sein Wandeln auf höchst schmalem Grat, sein Verhalten gegenüber Wegbegleitern und kirchlichen Oberen barg Enttäuschungen und verletzte "alte Freunde". Dem vom "Führer" persönlich angeordneten Staatsbegräbnis als Propagandaakt folgte schlagartig ein "Versenken ins Vergessen" durch NS-Staat und Partei und eine "damnatio memoriae" als "Geschichte nach der Geschichte" - ein Lehrstück, was die Verführbarkeit von Intellektuellen angeht, sobald ihnen die Politik eine Bühne bietet.