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Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts erleben Theaterkollektive ein Comeback, das die junge Zuschauergeneration anspricht und das Theater neu belebt. Diese Entwicklung erinnert an die kollektive Theaterpraxis der 1970er-Jahre, die von einer studentisch geprägten Generation junger Theatermacher getragen wurde und den neulinken Zeitgeist widerspiegelte. Die aktuelle Renaissance des Kollektivs könnte als eine Repolitisierung des Theaters oder der Gesellschaft interpretiert werden. Anhand der Schaubühne am Halleschen Ufer sowie der Gruppen She She Pop und Gob Squad untersucht die Studie die kollektiven Produktionsverfahren in den 1960er-/70er-Jahren und zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Während frühere Kollektive als Vorgriff auf den Sozialismus galten, ist der heutige Diskurs durch eine Heterogenisierung der Positionen gekennzeichnet. Die modernen Theaterkollektive werden sowohl als Wegbereiter der neoliberalen Deregulierung des Theatersystems als auch als neue Ausdrucksformen des Politischen wahrgenommen. Vera Nitsche, Theaterwissenschaftlerin und Germanistin, promovierte in deutsch-französischer Cotutelle (Universität Hildesheim / Sorbonne Nouvelle Paris 3) und ist Absolventin der agrégation d'allemand. Derzeit arbeitet sie als Deutschlehrerin in Südfrankreich und als Lehrbeauftragte an der Université Aix-Marseille.
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Vom Gespenst des Kommunismus zum Geist des Neoliberalismus, Vera Nitsche
- Język
- Rok wydania
- 2022
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- Tytuł
- Vom Gespenst des Kommunismus zum Geist des Neoliberalismus
- Podtytuł
- Kollektive Produktionsverfahren am Theater in den 1960er-/70er-Jahren und zu Beginn des 21. Jahrhunderts am Beispiel der Schaubühne am Halleschen Ufer sowie She She Pop und Gob Squad
- Język
- niemiecki
- Autorzy
- Vera Nitsche
- Wydawca
- Olms Georg AG
- Rok wydania
- 2022
- Liczba stron
- 393
- ISBN10
- 3487160374
- ISBN13
- 9783487160375
- Seria
- Tagi
- Opis
- Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts erleben Theaterkollektive ein Comeback, das die junge Zuschauergeneration anspricht und das Theater neu belebt. Diese Entwicklung erinnert an die kollektive Theaterpraxis der 1970er-Jahre, die von einer studentisch geprägten Generation junger Theatermacher getragen wurde und den neulinken Zeitgeist widerspiegelte. Die aktuelle Renaissance des Kollektivs könnte als eine Repolitisierung des Theaters oder der Gesellschaft interpretiert werden. Anhand der Schaubühne am Halleschen Ufer sowie der Gruppen She She Pop und Gob Squad untersucht die Studie die kollektiven Produktionsverfahren in den 1960er-/70er-Jahren und zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Während frühere Kollektive als Vorgriff auf den Sozialismus galten, ist der heutige Diskurs durch eine Heterogenisierung der Positionen gekennzeichnet. Die modernen Theaterkollektive werden sowohl als Wegbereiter der neoliberalen Deregulierung des Theatersystems als auch als neue Ausdrucksformen des Politischen wahrgenommen. Vera Nitsche, Theaterwissenschaftlerin und Germanistin, promovierte in deutsch-französischer Cotutelle (Universität Hildesheim / Sorbonne Nouvelle Paris 3) und ist Absolventin der agrégation d'allemand. Derzeit arbeitet sie als Deutschlehrerin in Südfrankreich und als Lehrbeauftragte an der Université Aix-Marseille.