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Thomas Bernhard

Eine manieristische Weltverblüffung

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In seinem Roman „Der Untergeher“ nannte Thomas Bernhard den kanadischen Pianisten Glenn Gould eine „klavieristische Weltverblüffung“. Ich habe diese hübsche Formel im Untertitel dieses Buches ein wenig abgewandelt, weil ich glaube, dass der Manierismus einen wichtigen Schlüssel zu diesem bedeutenden Autor darstellt. Denn es ist ja nicht nur so, dass er in seinen letzten beiden Prosawerken mit Parmigianino und Tintoretto zwei der wichtigsten Vertreter dieser Kunstrichtung an exponierter Stelle in seine Texte einflocht (nachdem er bereits in „Verstörung“ ein Gemälde „aus dem späten sechzehnten Jahrhundert“ mit einer besonders stark verdrehten figura serpentinata „zitiert“ hatte). Es ist auch so, dass als spezifisch manieristisch angesehene oder anzusehende Züge seine Dramen und Prosatexte auf eine Weise prägen, die gar nicht überschätzt werden kann. Und zwar sowohl motivisch, was die Auswahl der Sujets betrifft, als auch kompositorisch, was den Stil anlangt.

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Thomas Bernhard, Frank Schwamborn

Język
Rok wydania
2023
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Tytuł
Thomas Bernhard
Podtytuł
Eine manieristische Weltverblüffung
Język
niemiecki
Rok wydania
2023
Liczba stron
242
ISBN10
3862056473
ISBN13
9783862056477
Seria
Ocena
3 z 5
Opis
In seinem Roman „Der Untergeher“ nannte Thomas Bernhard den kanadischen Pianisten Glenn Gould eine „klavieristische Weltverblüffung“. Ich habe diese hübsche Formel im Untertitel dieses Buches ein wenig abgewandelt, weil ich glaube, dass der Manierismus einen wichtigen Schlüssel zu diesem bedeutenden Autor darstellt. Denn es ist ja nicht nur so, dass er in seinen letzten beiden Prosawerken mit Parmigianino und Tintoretto zwei der wichtigsten Vertreter dieser Kunstrichtung an exponierter Stelle in seine Texte einflocht (nachdem er bereits in „Verstörung“ ein Gemälde „aus dem späten sechzehnten Jahrhundert“ mit einer besonders stark verdrehten figura serpentinata „zitiert“ hatte). Es ist auch so, dass als spezifisch manieristisch angesehene oder anzusehende Züge seine Dramen und Prosatexte auf eine Weise prägen, die gar nicht überschätzt werden kann. Und zwar sowohl motivisch, was die Auswahl der Sujets betrifft, als auch kompositorisch, was den Stil anlangt.