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Vier Orientierungsaufgaben der Aufklärung I

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Ziel der griechischen und neuzeitlichen Aufklärung war, sich von den anthropomorphen Gottesbildern theokratischer Mythen und Dogmen zu befreien. Gleichzeitig sollte das Menschenbild durch Selbsterkenntnis differenziert werden: Wie ist eine Homöostase leibseelischer Funktionen - von Triebwelt, rationalem Verstand und geistigen Befähigungen (wie Identität, Urteilskraft und Kreativität) - pädagogisch beziehungsweise therapeutisch zu fördern? Auch durch das Weltbild der neuen Physik des 20. Jahrhunderts wurden Karl Jaspers und C. G. Jung angeregt, eine neue Synopse psychischer Grundfunktionen zu suchen. Dadurch sollte die Individuation mit dem Ziel einer basalen Vernunft gefördert werden. Nach den religiösen Entwicklungsstufen (von der Magie bis zum Monotheismus) kam es im 19. Jahrhundert zu weiteren kulturellen Mentalitätsschichten, zur Aufspaltung von Idealismus und vier positivistischen, angeblich wissenschaftlichen Ideologien (Marktliberalismus, Marxismus, Sozialdarwinismus und Psychoanalyse); sowie zwischen Existenzphilosophie (Kierkegaard) und Lebensphilosophie (Nietzsche). Zur annähernden Vollständigkeit des Selbst gehört die höhere Vernunft, sich seiner Dysfunktionen - seines Schattens - und der Antinomien unseres Welt- und Menschenbildes bewusst zu werden. Metaphysik wäre dann nur noch die "Artikulation unseres Nichtwissens" über die Wirklichkeit.

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Vier Orientierungsaufgaben der Aufklärung I, Albrecht Kiel

Język
Rok wydania
2021
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Vier Orientierungsaufgaben der Aufklärung I
Język
niemiecki
Wydawca
LIT Verlag
Rok wydania
2021
Oprawa
miękka
Liczba stron
392
ISBN10
3643149530
ISBN13
9783643149534
Seria
Tagi
Opis
Ziel der griechischen und neuzeitlichen Aufklärung war, sich von den anthropomorphen Gottesbildern theokratischer Mythen und Dogmen zu befreien. Gleichzeitig sollte das Menschenbild durch Selbsterkenntnis differenziert werden: Wie ist eine Homöostase leibseelischer Funktionen - von Triebwelt, rationalem Verstand und geistigen Befähigungen (wie Identität, Urteilskraft und Kreativität) - pädagogisch beziehungsweise therapeutisch zu fördern? Auch durch das Weltbild der neuen Physik des 20. Jahrhunderts wurden Karl Jaspers und C. G. Jung angeregt, eine neue Synopse psychischer Grundfunktionen zu suchen. Dadurch sollte die Individuation mit dem Ziel einer basalen Vernunft gefördert werden. Nach den religiösen Entwicklungsstufen (von der Magie bis zum Monotheismus) kam es im 19. Jahrhundert zu weiteren kulturellen Mentalitätsschichten, zur Aufspaltung von Idealismus und vier positivistischen, angeblich wissenschaftlichen Ideologien (Marktliberalismus, Marxismus, Sozialdarwinismus und Psychoanalyse); sowie zwischen Existenzphilosophie (Kierkegaard) und Lebensphilosophie (Nietzsche). Zur annähernden Vollständigkeit des Selbst gehört die höhere Vernunft, sich seiner Dysfunktionen - seines Schattens - und der Antinomien unseres Welt- und Menschenbildes bewusst zu werden. Metaphysik wäre dann nur noch die "Artikulation unseres Nichtwissens" über die Wirklichkeit.