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Eine \"kurze Geschichte von Unschuld und Unglück\"?

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  • 503 strony
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Was sind die Ursachen von Armut? Wer ist schuld daran? Wer hat wann welches Risiko zu verarmen? Diese Fragen prägen seit dem späten 18. und mittleren 19. Jahrhundert die Kontroversen um Armut im deutschsprachigen Raum. In der Sattelzeit (1750-1850) entstehen spezifische Armutsnarrative, die den Diskurs strukturieren. Die Literatur spielt eine zentrale Rolle, indem sie diese Narrative aufgreift, hinterfragt und manchmal subvertiert. Wichtige theoretische und literarische Schlüsseltexte wie Sophie von La Roches "Rosaliens Briefe", John McFarlans und Christian Garves Untersuchungen über die Armuth, Karl Philipp Moritz' "Anton Reiser", Joseph Marie de Gérandos und Franz Joseph Buß' "System der Armenpflege" sowie Gottfried Kellers "Der grüne Heinrich" werden einbezogen. Die Arbeit argumentiert, dass die Deutung von Armut stets gendercodiert ist und sich auf kulturell und historisch spezifische Weiblichkeits- und Männlichkeitskonstruktionen stützt. Erstmals wird aus literaturwissenschaftlicher Perspektive untersucht, wie Armuts- und Männlichkeitskonstruktionen intersektional mit dem um 1800 einsetzenden Risikodenken verwoben sind und wie sich diese Verschränkung in Identitätsromanen der Sattelzeit manifestiert.

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Eine \"kurze Geschichte von Unschuld und Unglück\"?, Jakob Vetter

Język
Rok wydania
2020
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Eine \"kurze Geschichte von Unschuld und Unglück\"?
Język
niemiecki
Rok wydania
2020
Oprawa
miękka
Liczba stron
503
ISBN10
3960233108
ISBN13
9783960233107
Seria
Tagi
Opis
Was sind die Ursachen von Armut? Wer ist schuld daran? Wer hat wann welches Risiko zu verarmen? Diese Fragen prägen seit dem späten 18. und mittleren 19. Jahrhundert die Kontroversen um Armut im deutschsprachigen Raum. In der Sattelzeit (1750-1850) entstehen spezifische Armutsnarrative, die den Diskurs strukturieren. Die Literatur spielt eine zentrale Rolle, indem sie diese Narrative aufgreift, hinterfragt und manchmal subvertiert. Wichtige theoretische und literarische Schlüsseltexte wie Sophie von La Roches "Rosaliens Briefe", John McFarlans und Christian Garves Untersuchungen über die Armuth, Karl Philipp Moritz' "Anton Reiser", Joseph Marie de Gérandos und Franz Joseph Buß' "System der Armenpflege" sowie Gottfried Kellers "Der grüne Heinrich" werden einbezogen. Die Arbeit argumentiert, dass die Deutung von Armut stets gendercodiert ist und sich auf kulturell und historisch spezifische Weiblichkeits- und Männlichkeitskonstruktionen stützt. Erstmals wird aus literaturwissenschaftlicher Perspektive untersucht, wie Armuts- und Männlichkeitskonstruktionen intersektional mit dem um 1800 einsetzenden Risikodenken verwoben sind und wie sich diese Verschränkung in Identitätsromanen der Sattelzeit manifestiert.