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Hand und Hals in mittelalterlichen Rechtssprachen der Germania

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Im (frühen) Mittelalter wurden in Germania Rechtstexte verfasst, die auf älteren mündlichen Traditionen basierten. Diese Aufzeichnungen existieren in lokalen, regionalen und überregionalen Varianten in verschiedenen Landessprachen. Ein herausragendes Beispiel ist der Sachsenspiegel des Eike von Repgow aus dem 13. Jahrhundert, während vergleichbare, teils ältere Texte aus England stammen. Auch das Mittelniederländische und skandinavische Länder liefern reichlich Material. In diesen Texten finden sich ähnliche Wortfügungen. Für die Analyse wurden übereinstimmende feste Verbindungen ("Rechtsphraseologismen") mit den Körperteilbezeichnungen 'Hand' und 'Hals' ausgewählt, wie etwa mittelhochdeutsch mit gemeiner hant oder altenglisch gemæne handum. Die romantische Sprach- und Rechtsgeschichte, personifiziert in Figuren wie Jacob Grimm, interpretiert solche Übereinstimmungen als Belege einer gemeinsamen germanischen Rechtssprache. Während solche Erklärungen nicht vollständig ausgeschlossen werden können, ist es wahrscheinlicher, dass konvergente Entwicklungen oder gegenseitige Beeinflussungen über Sprachgrenzen hinweg eine Rolle spielten. Diese Themen bieten spannende Ansätze für weitere interdisziplinäre Forschungen an der Schnittstelle von Sprach- und Literaturwissenschaft sowie Rechtsgeschichte.

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Hand und Hals in mittelalterlichen Rechtssprachen der Germania, Hans Ulrich Schmid

Język
Rok wydania
2021
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Hand und Hals in mittelalterlichen Rechtssprachen der Germania
Język
niemiecki
Wydawca
Hirzel
Rok wydania
2021
Oprawa
miękka
Liczba stron
24
ISBN10
3777630926
ISBN13
9783777630922
Seria
Opis
Im (frühen) Mittelalter wurden in Germania Rechtstexte verfasst, die auf älteren mündlichen Traditionen basierten. Diese Aufzeichnungen existieren in lokalen, regionalen und überregionalen Varianten in verschiedenen Landessprachen. Ein herausragendes Beispiel ist der Sachsenspiegel des Eike von Repgow aus dem 13. Jahrhundert, während vergleichbare, teils ältere Texte aus England stammen. Auch das Mittelniederländische und skandinavische Länder liefern reichlich Material. In diesen Texten finden sich ähnliche Wortfügungen. Für die Analyse wurden übereinstimmende feste Verbindungen ("Rechtsphraseologismen") mit den Körperteilbezeichnungen 'Hand' und 'Hals' ausgewählt, wie etwa mittelhochdeutsch mit gemeiner hant oder altenglisch gemæne handum. Die romantische Sprach- und Rechtsgeschichte, personifiziert in Figuren wie Jacob Grimm, interpretiert solche Übereinstimmungen als Belege einer gemeinsamen germanischen Rechtssprache. Während solche Erklärungen nicht vollständig ausgeschlossen werden können, ist es wahrscheinlicher, dass konvergente Entwicklungen oder gegenseitige Beeinflussungen über Sprachgrenzen hinweg eine Rolle spielten. Diese Themen bieten spannende Ansätze für weitere interdisziplinäre Forschungen an der Schnittstelle von Sprach- und Literaturwissenschaft sowie Rechtsgeschichte.