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Gefesselte Riesen

Imaginierte Weiblichkeit um 1900. Eine Untersuchung zu Robert Musils Roman ,Der Mann ohne Eigenschaften’ im Vergleich mit Gerhart Hauptmanns novellistischer Studie ,Bahnwärter Thiel’

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  • 319 stron
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"Besitzen Frauenmörder möglicherweise gemeinsame Dispositionen? Gerhart Hauptmanns Frauenmörder Bahnwärter Thiel aus der gleichnamigen Novelle und Robert Musils Frauenmörder Christian Moosbrugger aus dem Roman Der Mann ohne Eigenschaften verbindet ein zentrales Problem: Sie werden von den in ihnen spukenden Weiblichkeitsbildern heimgesucht. Beide Figuren erscheinen als gefesselte Riesen. Man transportiert sie nicht nur in Ketten von der Straf- in die Irrenanstalt, gefesselt sind beide durch ihre imaginierte Weiblichkeit. Ihre Tatwerkzeuge, ob »Küchenbeil« oder »Steckmesser« bleiben stumpf. Sie stechen oder schlagen auf reale Frauen ein, um die eigenen Projektionen loszuwerden. Untersucht werden vielfältige Verweisspuren, die es erlauben Hauptmanns novellistische Studie als einen Prätext zu Musils Roman aufzufassen. Der Textvergleich eröffnet sowohl neue Wege für die Gerhart Hauptmann-Forschung als auch für die Musil-Forschung. Textkritische und erzähltheoretische Fragestellungen werden mit zeitgenössischen Diskursen (Anthropologie, Jurisprudenz, Psychiatrie, Kriminologie, Publizistik) kombiniert."--Provided by publisher

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Gefesselte Riesen, Astrid Rudloff

Język
Rok wydania
2021
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Tytuł
Gefesselte Riesen
Podtytuł
Imaginierte Weiblichkeit um 1900. Eine Untersuchung zu Robert Musils Roman ,Der Mann ohne Eigenschaften’ im Vergleich mit Gerhart Hauptmanns novellistischer Studie ,Bahnwärter Thiel’
Język
niemiecki
Rok wydania
2021
Liczba stron
319
ISBN10
3826073398
ISBN13
9783826073397
Seria
Opis
"Besitzen Frauenmörder möglicherweise gemeinsame Dispositionen? Gerhart Hauptmanns Frauenmörder Bahnwärter Thiel aus der gleichnamigen Novelle und Robert Musils Frauenmörder Christian Moosbrugger aus dem Roman Der Mann ohne Eigenschaften verbindet ein zentrales Problem: Sie werden von den in ihnen spukenden Weiblichkeitsbildern heimgesucht. Beide Figuren erscheinen als gefesselte Riesen. Man transportiert sie nicht nur in Ketten von der Straf- in die Irrenanstalt, gefesselt sind beide durch ihre imaginierte Weiblichkeit. Ihre Tatwerkzeuge, ob »Küchenbeil« oder »Steckmesser« bleiben stumpf. Sie stechen oder schlagen auf reale Frauen ein, um die eigenen Projektionen loszuwerden. Untersucht werden vielfältige Verweisspuren, die es erlauben Hauptmanns novellistische Studie als einen Prätext zu Musils Roman aufzufassen. Der Textvergleich eröffnet sowohl neue Wege für die Gerhart Hauptmann-Forschung als auch für die Musil-Forschung. Textkritische und erzähltheoretische Fragestellungen werden mit zeitgenössischen Diskursen (Anthropologie, Jurisprudenz, Psychiatrie, Kriminologie, Publizistik) kombiniert."--Provided by publisher