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Antisentimentaler Traktat

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Ein Buch wie ein Geschoss durch die Kulturgeschichte: gegen das nostalgische Warten auf ein »echtes Leben«, das nichts weiter ist als eine scheinheilige Form der Unterwürfigkeit. Bisher bestimmten zwei Kräfte unser Leben: die Produktion von Bildern – die »absolute Kultur« – und die Technologie. Beide folgten dem Versprechen der Herausbildung eines »neuen Menschen«, konstituierten eine wirkmächtige, wenn auch fiktive Freiheit. Ihre tiefere, gemeinsame Wurzel ist das Projekt, die Entdeckung des Todes zu überwinden, jenen traumatischen Moment, der die Grundlage der Moderne bildet. Doch ein antimoderner Virus nistet seit ihren Anfängen im Herzen der Moderne. Von ihm infiziert, hören die Bilder auf in die Zukunft zu weisen und verbreiten den Glauben an eine unmittelbare Realität. Was passiert jedoch mit einer Gesellschaft, in der die Bilder aufgehört haben »so zu tun, als ob«? Eine Gesellschaft, in der die Menschen dazu herausgefordert sind, sich an eine verabsolutierte Realität als Quelle moralischer Gerechtigkeit zu halten, in der aber die Technologie unvermindert ihren Lauf nimmt? Dieses Buch, eine philosophische Untersuchung über die Unterwerfung der absoluten Kultur unter die Technologie, zeigt den systematischen Zusammenbruch aller abstrakten Strukturen, auf denen das moderne Projekt beruhte. Vor der kommenden Verschmelzung von Technologie und Bildern erhob sich die Realität als letzter gültiger Aberglaube.

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Antisentimentaler Traktat, Francesco Masci

Język
Rok wydania
2021
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Antisentimentaler Traktat
Język
niemiecki
Rok wydania
2021
Oprawa
twarda
Liczba stron
159
ISBN10
395757935X
ISBN13
9783957579355
Seria
Tagi
Ocena
3 z 5
Opis
Ein Buch wie ein Geschoss durch die Kulturgeschichte: gegen das nostalgische Warten auf ein »echtes Leben«, das nichts weiter ist als eine scheinheilige Form der Unterwürfigkeit. Bisher bestimmten zwei Kräfte unser Leben: die Produktion von Bildern – die »absolute Kultur« – und die Technologie. Beide folgten dem Versprechen der Herausbildung eines »neuen Menschen«, konstituierten eine wirkmächtige, wenn auch fiktive Freiheit. Ihre tiefere, gemeinsame Wurzel ist das Projekt, die Entdeckung des Todes zu überwinden, jenen traumatischen Moment, der die Grundlage der Moderne bildet. Doch ein antimoderner Virus nistet seit ihren Anfängen im Herzen der Moderne. Von ihm infiziert, hören die Bilder auf in die Zukunft zu weisen und verbreiten den Glauben an eine unmittelbare Realität. Was passiert jedoch mit einer Gesellschaft, in der die Bilder aufgehört haben »so zu tun, als ob«? Eine Gesellschaft, in der die Menschen dazu herausgefordert sind, sich an eine verabsolutierte Realität als Quelle moralischer Gerechtigkeit zu halten, in der aber die Technologie unvermindert ihren Lauf nimmt? Dieses Buch, eine philosophische Untersuchung über die Unterwerfung der absoluten Kultur unter die Technologie, zeigt den systematischen Zusammenbruch aller abstrakten Strukturen, auf denen das moderne Projekt beruhte. Vor der kommenden Verschmelzung von Technologie und Bildern erhob sich die Realität als letzter gültiger Aberglaube.