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Gespenstische Souveränität

Zur politischen Einbildungskraft zwischen 1910 und 1920

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  • 247 stron
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Im September 1910 besuchen der deutsche und der österreichische Kaiser ein Kino im Wiener Prater, wo sie Filme sehen, die sie selbst auf der Leinwand zeigen. Diese monarchischen Repräsentanten sind sowohl Zuschauer als auch Darsteller. Plötzlich reißt der Filmstreifen, was nicht nur die Repräsentationslogik monarchischer Souveränität stört, sondern auch als Symbol für den Wandel der Vorstellung und Darstellung von Souveränität zwischen 1910 und 1920 interpretiert werden kann. Das Buch von Sebastian Haselbeck untersucht das Nachleben monarchischer Repräsentationsformen beim Übergang zur Demokratie. Der Fokus liegt auf literarischen und filmischen Darstellungen von Souveränität im deutschen und habsburgischen Kaiserreich. Es werden verschiedene Konstellationen betrachtet, darunter die Zelluloid-Doppelgänger im Prater, Franz Kafkas „Verspensterung“ kaiserlicher Souveränität, die hölzerne Hindenburg, eine Nagelstatue im Berliner Tiergarten, die Hugo Balls politischen Ikonoklasmus inspiriert, sowie Max Webers „genialischer Seeräuber“, der als einsamer Charismatiker die bürokratisierte Moderne herausfordert. Diese historischen Gegenstände werden eingehend untersucht und neu beleuchtet.

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Gespenstische Souveränität, Sebastian Haselbeck

Język
Rok wydania
2021
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Tytuł
Gespenstische Souveränität
Podtytuł
Zur politischen Einbildungskraft zwischen 1910 und 1920
Język
niemiecki
Rok wydania
2021
Liczba stron
247
ISBN10
3835391275
ISBN13
9783835391277
Seria
Tagi
Opis
Im September 1910 besuchen der deutsche und der österreichische Kaiser ein Kino im Wiener Prater, wo sie Filme sehen, die sie selbst auf der Leinwand zeigen. Diese monarchischen Repräsentanten sind sowohl Zuschauer als auch Darsteller. Plötzlich reißt der Filmstreifen, was nicht nur die Repräsentationslogik monarchischer Souveränität stört, sondern auch als Symbol für den Wandel der Vorstellung und Darstellung von Souveränität zwischen 1910 und 1920 interpretiert werden kann. Das Buch von Sebastian Haselbeck untersucht das Nachleben monarchischer Repräsentationsformen beim Übergang zur Demokratie. Der Fokus liegt auf literarischen und filmischen Darstellungen von Souveränität im deutschen und habsburgischen Kaiserreich. Es werden verschiedene Konstellationen betrachtet, darunter die Zelluloid-Doppelgänger im Prater, Franz Kafkas „Verspensterung“ kaiserlicher Souveränität, die hölzerne Hindenburg, eine Nagelstatue im Berliner Tiergarten, die Hugo Balls politischen Ikonoklasmus inspiriert, sowie Max Webers „genialischer Seeräuber“, der als einsamer Charismatiker die bürokratisierte Moderne herausfordert. Diese historischen Gegenstände werden eingehend untersucht und neu beleuchtet.