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Versorgt in Gmünden

Administrative Zwangsmassnahmen im Kanton Appenzell Ausserrhoden, 1884–1981

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  • 224 strony
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1884 begann die Zwangsarbeits- und Strafanstalt Gmünden in Appenzell Ausserrhoden ihren Betrieb, um gerichtlich Verurteilte und Personen, die ihre Bussen nicht begleichen konnten, zu internieren. Primär diente Gmünden jedoch der administrativen Versorgung von als „liederlich“ oder „arbeitsscheu“ geltenden Menschen, die der kommunalen Armenfürsorge zur Last fielen oder in Armenhäusern die Ordnung störten. Die Gründung der Anstalt war das Resultat spezifischer gesellschaftlicher und rechtlicher Rahmenbedingungen. Es stellt sich die Frage, wie viele Männer und Frauen auf Antrag der Gemeinden für bis zu drei Jahre in Gmünden untergebracht wurden und welche Vorwürfe gegen sie erhoben wurden. Die Herkunft dieser Personen und die rechtlichen Grundlagen ihrer Internierung sind ebenfalls von Interesse. Der Alltag in Gmünden, sowohl für die Internierten als auch für das geringe Personal, wird beleuchtet, ebenso wie die Veränderungen in der Infrastruktur der Anstalt im Laufe der Zeit. Die Arbeiten der „Detenirten“ sollten sicherstellen, dass Gmünden kostendeckend blieb. Zudem wird untersucht, wie die administrative Versorgung das familiäre Umfeld und den Lebenslauf der Betroffenen beeinflusste. Eine umfassende Quellenlage, ergänzt durch mündliche Aussagen von Zeitzeuginnen und -zeugen, ermöglicht eine detaillierte Nachzeichnung der Entwicklung von Gmünden über mehr als ein Jahrhundert. Ausgewählte Biografien bieten Einblicke in die Leben

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Versorgt in Gmünden, Birgit Christensen

Język
Rok wydania
2021
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Tytuł
Versorgt in Gmünden
Podtytuł
Administrative Zwangsmassnahmen im Kanton Appenzell Ausserrhoden, 1884–1981
Język
niemiecki
Rok wydania
2021
Liczba stron
224
ISBN10
3034016182
ISBN13
9783034016186
Seria
Tagi
Opis
1884 begann die Zwangsarbeits- und Strafanstalt Gmünden in Appenzell Ausserrhoden ihren Betrieb, um gerichtlich Verurteilte und Personen, die ihre Bussen nicht begleichen konnten, zu internieren. Primär diente Gmünden jedoch der administrativen Versorgung von als „liederlich“ oder „arbeitsscheu“ geltenden Menschen, die der kommunalen Armenfürsorge zur Last fielen oder in Armenhäusern die Ordnung störten. Die Gründung der Anstalt war das Resultat spezifischer gesellschaftlicher und rechtlicher Rahmenbedingungen. Es stellt sich die Frage, wie viele Männer und Frauen auf Antrag der Gemeinden für bis zu drei Jahre in Gmünden untergebracht wurden und welche Vorwürfe gegen sie erhoben wurden. Die Herkunft dieser Personen und die rechtlichen Grundlagen ihrer Internierung sind ebenfalls von Interesse. Der Alltag in Gmünden, sowohl für die Internierten als auch für das geringe Personal, wird beleuchtet, ebenso wie die Veränderungen in der Infrastruktur der Anstalt im Laufe der Zeit. Die Arbeiten der „Detenirten“ sollten sicherstellen, dass Gmünden kostendeckend blieb. Zudem wird untersucht, wie die administrative Versorgung das familiäre Umfeld und den Lebenslauf der Betroffenen beeinflusste. Eine umfassende Quellenlage, ergänzt durch mündliche Aussagen von Zeitzeuginnen und -zeugen, ermöglicht eine detaillierte Nachzeichnung der Entwicklung von Gmünden über mehr als ein Jahrhundert. Ausgewählte Biografien bieten Einblicke in die Leben