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Konfuzianisches Selbstverständnis und die Rezeption des Konfuzianismus in Europa bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts

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Im 16. Jahrhundert intensivierten Europäer ihre Reisen nach China, was zu einem stärkeren Kontakt zwischen den Kulturen führte. Die konfuzianische Elite in China zeigte jedoch wenig Interesse an Wissen aus Europa, da sie ihr Reich als zivilisatorisches Zentrum betrachtete. In Europa wurde das Interesse an China durch jesuitische Missionare gefördert, deren Berichte und Übersetzungen konfuzianischer Werke im 17. und 18. Jahrhundert bei Aufklärungsdenkern positiv aufgenommen wurden. China und der Konfuzianismus wurden sogar als Vorbilder stilisiert. Diese positive Sichtweise wandelte sich im 18. Jahrhundert mit dem Aufkommen der westlichen Moderne, als China und seine Kultur als rückständig galten. Der europäische Imperialismus und Nationalismus im 19. Jahrhundert verschärften diese Abwertung des Konfuzianismus. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts kam es jedoch zu einer Wiederbelebung positiver Ansichten über den Konfuzianismus. Nach den traumatischen Erfahrungen des Ersten Weltkriegs suchten einige europäische Intellektuelle in den Lehren des Konfuzianismus nach besseren Lebensweisen und Lösungen für gesellschaftliche Probleme, als sie im modernen Westen fanden. Diese positive Rezeption fiel jedoch in eine Zeit, in der der Konfuzianismus in China selbst an Einfluss verlor.

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Konfuzianisches Selbstverständnis und die Rezeption des Konfuzianismus in Europa bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts, Wolfgang Ommerborn

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Rok wydania
2021
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Konfuzianisches Selbstverständnis und die Rezeption des Konfuzianismus in Europa bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts
Język
niemiecki
Rok wydania
2021
Oprawa
miękka
Liczba stron
281
ISBN10
3897335417
ISBN13
9783897335417
Seria
Opis
Im 16. Jahrhundert intensivierten Europäer ihre Reisen nach China, was zu einem stärkeren Kontakt zwischen den Kulturen führte. Die konfuzianische Elite in China zeigte jedoch wenig Interesse an Wissen aus Europa, da sie ihr Reich als zivilisatorisches Zentrum betrachtete. In Europa wurde das Interesse an China durch jesuitische Missionare gefördert, deren Berichte und Übersetzungen konfuzianischer Werke im 17. und 18. Jahrhundert bei Aufklärungsdenkern positiv aufgenommen wurden. China und der Konfuzianismus wurden sogar als Vorbilder stilisiert. Diese positive Sichtweise wandelte sich im 18. Jahrhundert mit dem Aufkommen der westlichen Moderne, als China und seine Kultur als rückständig galten. Der europäische Imperialismus und Nationalismus im 19. Jahrhundert verschärften diese Abwertung des Konfuzianismus. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts kam es jedoch zu einer Wiederbelebung positiver Ansichten über den Konfuzianismus. Nach den traumatischen Erfahrungen des Ersten Weltkriegs suchten einige europäische Intellektuelle in den Lehren des Konfuzianismus nach besseren Lebensweisen und Lösungen für gesellschaftliche Probleme, als sie im modernen Westen fanden. Diese positive Rezeption fiel jedoch in eine Zeit, in der der Konfuzianismus in China selbst an Einfluss verlor.