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Wer heute über eine größere Geschwindigkeit verfügt, besitzt einen politischen und finanziellen Vorteil. Als neues Qualitätsmerkmal ist Geschwindigkeit mehr als nur ein physikalischer Begriff. Sie bildet ein gesellschaftliches Verhältnis, das im ununterbrochenen Wettkampf um Höchstgeschwindigkeit eine neue kinetische Elite wie auch Ausgeschlossene hervorbringt. In der Dromokratie, der Herrschaft des Schnelleren, wird der Geschwindigkeitswettbewerb zum Taktgeber einer Gesellschaft, die niemals stillstehen darf. Der Drang nach Höchstgeschwindigkeit prägt das unternehmerische und persönliche Handeln, während der Staat zum Geschwindigkeitsmanager wird. Er sorgt sich um die Infrastruktur für das maximale Tempo des Waren- und Menschenverkehrs und er bestimmt, welcher Gruppe welche Geschwindigkeit zugesprochen wird. Wer die zentralen Dynamiken des 21. Jahrhunderts verstehen will, muss sich mit der Geschwindigkeit beschäftigen. Und wer sich deren Zwänge entziehen will, muss sie politisieren.
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Politik der Geschwindigkeit, Jonas Frick
- Język
- Rok wydania
- 2020
- Oprawa
- (miękka)
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- Tytuł
- Politik der Geschwindigkeit
- Podtytuł
- Gegen die Herrschaft des Schnelleren
- Język
- niemiecki
- Autorzy
- Jonas Frick
- Wydawca
- Mandelbaum
- Rok wydania
- 2020
- Oprawa
- miękka
- ISBN10
- 385476877X
- ISBN13
- 9783854768777
- Seria
- Kategorie
- Tagi
- Ocena
- 4 z 5
- Opis
- Wer heute über eine größere Geschwindigkeit verfügt, besitzt einen politischen und finanziellen Vorteil. Als neues Qualitätsmerkmal ist Geschwindigkeit mehr als nur ein physikalischer Begriff. Sie bildet ein gesellschaftliches Verhältnis, das im ununterbrochenen Wettkampf um Höchstgeschwindigkeit eine neue kinetische Elite wie auch Ausgeschlossene hervorbringt. In der Dromokratie, der Herrschaft des Schnelleren, wird der Geschwindigkeitswettbewerb zum Taktgeber einer Gesellschaft, die niemals stillstehen darf. Der Drang nach Höchstgeschwindigkeit prägt das unternehmerische und persönliche Handeln, während der Staat zum Geschwindigkeitsmanager wird. Er sorgt sich um die Infrastruktur für das maximale Tempo des Waren- und Menschenverkehrs und er bestimmt, welcher Gruppe welche Geschwindigkeit zugesprochen wird. Wer die zentralen Dynamiken des 21. Jahrhunderts verstehen will, muss sich mit der Geschwindigkeit beschäftigen. Und wer sich deren Zwänge entziehen will, muss sie politisieren.


